Archive | Sektion 8

Hetzen Österreichs Medien?

In unserer neuen Kampagne rufen wir private Unternehmen auf, keine Inserate mehr in den Zeitungen „Krone“, „Heute“ und „Österreich“ zu schalten.  Warum genau diese drei Zeitungen?

Einerseits erkennen genau diese drei Zeitungen den Ehrenkodex des österreichischen Presserats nicht an. Sie bekennen sich also nicht zu Grundsätzen wie „Schutz vor Pauschalverunglimpfungen und Diskriminierung“ oder „Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Wiedergabe von Nachrichten“. Wenn sich LeserInnen über Berichte in diesen Zeitungen beschweren, kann der Presserat zwar gegebenenfalls einen Verstoß feststellen, die betroffene Zeitung wird jedoch nichts davon drucken.

Weiters haben wir uns mit der Frage, ob Österreichs Medien hetzen, auch an Kobuk, den Medienwatchblog unseres Vertrauens, gewandt. Die KollegInnen von Kobuk beobachten das österreichische Mediengeschehen schon seit geraumer Zeit und haben uns eine lange Liste von Beispielen von Übertreibungen und zum Teil auch blanken Erfindungen in den genannten Medien zusammengestellt. Dieses Dossier wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten, hier könnt Ihr es runterladen!

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Links der Woche – KW 5

Dieses Mal in den Links der Woche:
Die neue Kampagne #keinGeldfuerHetze und ihr breiter Widerhall in den österreichischen Medien; 2 Kommenatere zum neuen Regierungsprogramm; 90 Jahre Schattendorf und Justizpalastbrand; Comics, die auf die Ära Trump vorbereiten; eine skeptische Auseinandersetzung mit Statistiken. Und für alle, die nichts lesen wollen, gibt es 2 hörenswerte Radio-Beiträge rund um das Thema Austeritätspolitik.

Viel Spaß beim Lesen und Hören!

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Inseratenkampagne FAQs

In welchen Zeitungen rufen wir auf, nicht mehr zu inserieren und warum? Wie kommen wir zu der Einschätzung, welche Medien hetzen? Welche Unternehmen werden wir demnächst aufrufen, nicht mehr zu inserieren? Und was hat das alles mit dem Inseratenantrag der Sektion 8 zu tun? Was können wir als KundInnen gegen mediale Hetze unternehmen? Hier klären wir die Hintergründe auf! Continue Reading →

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Wer A sagt, muss auch B sagen: ein (kritischer) Blick auf Gesundheit und Pflege im „Plan A“

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Von Andrea E. Schmidt*

Das „Programm für Wohlstand, Sicherheit und gute Laune“, das am 11. Jänner von SPÖ-Bundesparteivorsitzenden und Bundeskanzler Christian Kern in Wels präsentiert wurde und besser als Plan A bekannt ist, erscheint – insbesondere angesichts der Angelobungsrede von Regierungschefs andernorts – als eine wohltuende Portion an positiven Visionen, die der Partei in den letzten Jahren ohne Frage mitunter abhanden gekommen sind, und die Vorstellung konkreter Maßnahmen. Im Bereich der Pflege jedoch lässt sich erkennen, dass noch Nachdenkbedarf herrscht, insbesondere wo der Ruf nach qualifizierten Pflegekräften einerseits, und nach der ‚Abschiebung‘ von älteren Arbeitslosen als Beschäftigte im Pflegesektor andererseits laut wird. Ein Beitrag in einer Serie von Analysen zum Plan A.

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Häupl-Nachfolge: Lasst uns wählen!

Die Art und Weise von Personaldebatten in der SPÖ ist erbärmlich. Nur Demokratisierung kann der Partei ihre Würde zurückgeben.

Eva Maltschnig*

Was ist eigentlich in der SPÖ Wien los? In der Partei scheint wildes Gerangel um Michael Häupls Nachfolge ausgebrochen zu sein, so steht es zumindest in der Zeitung. Offiziell ist natürlich genau gar nichts. Niemand (außer Häupl) hat eine Kandidatur erklärt, niemand ein Programm vorgelegt. Geredet, diskutiert und mobilisiert wird im Hinterzimmer und über Social Media. In den Medien lesen wir Gerüchte, Mutmaßungen und Unterstellungen. Nicht nur für Außenstehende, auch für aktive Parteimitglieder wie sie in der Sektion Acht der SPÖ Alsergrund organisiert sind, liefert die SPÖ ein unwürdiges Schauspiel ab. In puncto “Würde” fühlt man sich an die Tage der Ablöse von Werner Faymann erinnert. Die einzige Variante, AmtsinhaberInnen abzulösen, ist derzeit öffentliches Mobbing. Selbst ein Blick weiter zurück in die Vergangenheit zeigt das immergleiche Muster politischer Personalauswahl in Österreich: lang wird im Geheimen diskutiert und medial diskreditiert, bevor irgendwann überfallsartig ein Personalwechsel verkündet und in den Gremien durchgewunken wird. Continue Reading →

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Reminder: Am 17. November Sektion 8 kennenlernen!

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Brennt dir ein Thema auf der Zunge, das im politischen Alltag kein Gehör findet? Hast du dich auch schon gefragt, warum die Gratiszeitung gratis ist? Oder möchtest du dich in einer bunten Runde aus politisch links denkenden, kreativen, diskussionsfreudigen Menschen jeden Alters gern einbringen? Oder diese Truppe einfach nur mal kennenlernen? Dann bist du hier richtig: Beim kommenden Infoabend werden wir versuchen, deine Fragen zu beantworten und du kannst uns außerdem in einem ungezwungenen Rahmen kennenlernen.

Anmeldung bitte unter http://www.sektionacht.at/3367/wie-mitmachen-in-der-sektion-8-17-11-16/

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Konzept für Vorwahlen in der SPÖ

SPÖ-Mitglieder müssen in allen Belangen der Partei ein Mitspracherecht haben. Dazu zählen nicht nur inhaltliche Fragen, sondern auch alle wichtigen Personalentscheidungen. Neben der Direktwahl der Parteispitze muss daher auch die Erstellung von KandidatInnenlisten demokratisiert werden. Wir haben daher ein Konzept erarbeitet, wie die Listenerstellung für die nächste Nationalratswahl aussehen sollte.

Konzept: Vorwahlen für die Erstellung der KandidatInnenlisten für die Nationalratswahlen

von Oliver Zwickelsdorfer

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Jeremy Corbyns 10-Punkte-Manifest zur Erneuerung Großbritanniens

Der Vorsitzende der britischen Labour Party Jeremy Corbyn hat im letzten Jahr auch außerhalb der Insel für Schlagzeilen gesorgt. Als 2015 der Parteivorsitz neu besetzt werden musste, konnte sich Corbyn in einer demokratischen Mitgliederwahl als linker Außenseiter gegen die KandidatInnen des Establishments durchsetzen. Seitdem tobte ein bitterer Machtkampf zwischen Corbyn und der Mehrheit des Parlamentsklubs. Letzterer hatte Corbyn nach dem Referendum zum EU-Austritt  das Vertrauen entzogen. Deshalb lief bis zum 24. September eine Mitgliederwahl des Parteivorsitzes, welche Jeremy Corbyn mit 61,8 Prozent der Stimmen für sich entscheiden konnte.  Die überwältigende Mehrheit der Wahlkreis-Labour Parties hatte dabei eine Empfehlung für Jeremy Corbyn abgegeben.

Aber was will Jeremy Corbyn eigentlich? Will er Labour zurück in die 1970er-Jahre führen, oder hat er Ideen, die auch für die österreichische Sozialdemokratie und ihre aktuelle Programmdebatte interessant sein können? Anfang August hat Jeremy Crobyn ein 10-Punkte Manifest veröffentlicht mit dem er die Labourpartei in die nächsten Unterhauswahlen führen möchte. Dieses Programm wurde von KollegInnen der FSG Statistik Austria übersetzt und liegt hier in deutscher Sprache vor.

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Links der Woche – KW 30+

Diese Woche in den Links der Woche viele interessante Beiträge zu Amerika und den bevorstehenden Wahlen: Ezra Klein über Hillary Clinton’s medienunwirksame Qualitäten, gleich zwei Mal Laurie Penny und ein Artikel über die wahren ersten Präsidentschaftskandidatinnen aus 1968 und 1872(!).

Außerdem: der sehr lesenswerte Owen Jones über den Zustand der Labour-Partei und was jetzt zu tun wäre, Neoliberalismus-Forscher David Harvey im Interview und ein Artikel über die Lage der österreichischen Politik in der New York Review of Books. Continue Reading →

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The Brock Turner rape case is one among too many

A now-expelled Stanford student raped a young woman a short stroll away from my apartment, and got away with a light sentence. The rape victim’s powerful and personal account of the incident sparked a wave of support, including a heartwarming letter by Joe Biden. Yet rape, especially on college campuses, remains pervasive. Would now be a good time to talk about rape prevention?

Christof Brandtner*

The obvious culprit in this story, Brock Turner, penetrated an unconscious woman behind a dumpster. He has not taken responsibility for his actions. He blames Stanford’s culture of drinking and promiscuity, neither of which raped the victim. The victim’s fate was trivialized by the rapist’s relatives and friends, and the judge, during the sentencing against Turner. They said Turner was a sweet man and had been punished sufficiently for his “20 minutes of action” by losing his appetite and being registered as a sex offender.

The victim was also let down by the social system, which, in contrast to the perpetrator’s next-of-kin, is your responsibility and mine. One grave injustice illustrated by this case is that we treat sexual assault committed by people we can relate to as less culpable. Sexual assault, of course, occurs throughout all social strata and is most frequently committed by men who have some prior relationship to the victim. It is beyond doubt that all victims ought to be protected from the horrors of sexual violence and perpetrators must equally be held accountable for their actions.

Equality of all before the law and in society was not so apparent in this case. Media frequently pointed out how accomplished the rapist was academically and as an athlete. The victim wrote that after she first read the details of what had happened to her in a newspaper article, „the article listed [Turner’s] swimming times.” The judge, another former Stanford athlete, let the rapist off the hook too easily because of the “severe impact” a tough prison sentence would have had on the ex-student’s privileged life. Long prison sentences ensure neither justice nor rehabilitation, but this is true regardless of a person’s wealth and professional accomplishments.

As some have pointed out, that Brock Turner was convicted at all is a sign of some progress, as the majority of rapists goes free. A lot of people have done everything right, from the two graduate students who had the courage to call the police on Turner, to all the professors, lawyers, and politicians who took a clear stance in support of this and other rape victims, to the activists and volunteers who have much improved the way Stanford copes with sexual assault. There is also a recall campaign against the judge led by the extraordinary Stanford Prof. Michelle Dauber, who has bravely stood by rape victims on many occasions.

Yet this case is one among too many: according to a recent Stanford survey nearly half of female undergraduates experience sexual violence during their four years on campus; by Stanford’s narrow definition 7% are sexually assaulted by the time they graduate. Stanford data are insufficient to effectively compare this campus to other U.S. colleges. Still, plenty of research has established that sexual violence on and off campuses is as widespread as it is toxic.

But I am not convinced that all of us would have been on the right side of history in this rape case or any other, including me. Would I have jumped off my bike and gotten into the hassle of reporting a Stanford student to officials? Would I have resisted to mistrust the victim if there had been no eye witnesses? Would I have omitted the irrelevant achievements of the (then presumed) perpetrator when telling someone about the case? Would I have even unequivocally supported throwing a golden boy into jail for part of his twenties for fingering someone who cannot remember much of what happened that night? Probably yes, but disturbingly: maybe not.

This incident shocked me because it happened on my campus (and because I sometimes erroneously address my packages to the apartment in which one of the guys who reported Turner lives). I’m floored by the levelheaded analyses of the rape culture on U.S. campuses because as a man and an international graduate student I never had to experience any of it. I frankly felt like crying when I realized the authenticity of the victim’s statement, partially because reports of sexual violence are dismissed as cries for attention too often.

Civil society has substituted some of the support that the victim deserved from the beginning: by decrying the hypocrisy of her doubters, by applauding her bravery, and by drawing attention to the obscene structure and culture that trivialize sexual violence among U.S. college students. These reactions have generated a rare positive energy that leaves a feeling that this is not going to happen again.

Far from it. All countries, not just the United States, struggle to prevent sexual assault – in Austria, 30% of women say they have experienced sexual violence and 16% report attempted or actual rape according to a 2011 survey. Most sexual assault cases on U.S. university campuses don’t make it to the courthouse, because the burden of proof is too high or because they are not reported. Many students accused of sexual assault are not expelled from their schools, because colleges have installed and maintained imperfect alternative review processes that protect their reputations but not their female students. Some rape victims are still not believed or even met with empathy, whether they are as eloquent as Brock Turner’s victim or less so.

And none of us can say with certainty that we are doing everything we can to prevent rape and ensure that we do justice to its victims. For both men and women, this includes calling bullshit on sexual violence and challenging situations in which rape is portrayed as anything other than unacceptable – even when no one is watching. It means accepting a rejection and asking for consent when things aren’t crystal clear (“would you like a cup of tea?”). It means getting involved and involving others in conversations about and initiatives against sexual assault. And it means always taking rape and rape victims seriously.

*Christof is a PhD student at Stanford University, California, and a Sektionacht activist.

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