Prammer-Nachfolge im Parlament: Wir gehen zum Schiedsgericht!

Sophie Wollner

Mit den letzten Personalentscheidungen der SPÖ ist der Frauenanteil im Nationalratsklub auf rund 32,7 Prozent gesunken, im Nationalrat sind es damit nur mehr 30,6 Prozent – weit unter einer gleichen Repräsentanz. Die Causa um das Mandat von Sonja Ablinger zeigt ein Mal mehr, welchen Stellenwert selbst auferlegte politische Regeln in der SPÖ haben. Mit der Tatsache, dass die eigens verschriebene und politisch forcierte Frauenquote nicht nur ignoriert sondern belächelt wird, hat die SPÖ-Spitze eine Grenze überschritten. Die Verantwortung liegt sowohl bei der Struktur als auch in der individuellen Verantwortung der AkteurInnen. Als Sektion 8 werden wir gemeinsam mit anderen aktiv: Wir fordern ein Schiedsgericht. Weiterlesen →

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Links der Woche – KW 33&34

Hinterlistig schleicht sich der Herbst heran. Kürbisse warten schon länger in den Supermarktregalen auf ihre Chance, die Doppelliter-Sturm-Flaschen verstärken sie tatkräftig und diese gar nicht mehr sommerliche Geschäftigkeit im Büro ist fast schon ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wir lassen uns nicht stressen – die Links der Woche gibt’s dieses Mal noch in Sommergeschwindigkeit, viel Spaß mit unserer Lektüre aus den letzten beiden Wochen!

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Steuerreform: Schmaler Grat zwischen Erfolg und Amok

Nikolaus Kowall

Leonhard Dobusch kritisiert in einem heute erschienen Eintrag auf diesem Blog einen Artikel von Gernot Bauer im Profil dieser Woche. Offensichtlich habe ich Bauers Artikel anders gelesen als Leonhard Dobusch, denn aus meiner Sicht sagt der Profil-Redakteur viele richtige Dinge: Weiterlesen →

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Wer läuft hier Amok? Über unseriöse Argumentationstaktiken

Leonhard Dobusch

Mit einer Sache hat Gernot Bauer in seinem aktuellen profil-Artikel zum vermeintlichen “Amoklauf” der SPÖ gegen den Steuerstaat recht: der Tax Freedom Day ist ein propagandistisches und unseriöses Instrument von marktradikalen Libertären, das sich auch mit Einschränkungen nicht als Argument für sozialdemokratische Politik eignet. Im übrigen tut der Artikel aber das, was sein Autor SPÖ und ÖGB vorwirft: er bedient sich unseriöser Argumentationstaktiken. Weiterlesen →

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Links der Woche – KW 32

Graz war diese Woche sehr erbost - der Wurstcontest 2015 findet in Wien statt, obwohl es in der steirischen Landeshauptstadt doch die bessere Halle gegeben hätte. Für den Songcontest, versteht sich. Bei Hochzeiten homosexueller Paare war man mit seinen Sälen ein bisschen, sagen wir, zurückhaltender. Es brauchte schon eine Erkenntnis des obersten Gerichtshofs um im Jahr 2013 festzustellen, das der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Verpartnerungen aus dem Grazer Rathaus gegen die Menschenrechte verstößt. Wien möge sich nun kurz zu räuspern, vielleicht darauf und darauf hinweisen und sich auf eine gute Party freuen.

Gibt eh genug andere Dinge, über die man sich ärgern kann. Diese Woche: Die Justiz. Die Medien. Die Vermögensverteilung. Zum Glück macht das bei John Oliver großen Spaß, und auch sonst haben wir amüsante und kluge Links für euch gesammelt – viel Spaß beim Stöbern!

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Links der Woche – KW 31

Peter Hochegger, Ex-Lobbyist und Ex-erfolgreicher Unternehmer ist jetzt ein spiritueller Mensch. Er wohnt in Brasilien, dort sind die Leute weniger profitorientiert und grundsätzlich glücklicher als bei uns, oder so ähnlich. Nachdem sich das Geschäftsmodell “Auftragsvergabe ohne Gegenleistung” irgendwie abgenutzt hat, schlägt diesen Sommer der Pleitegeier bei den Buben zu – mehr dazu weiter unten. Außerdem in den Links der Woche: Katzen brauchen keinen Feminismus. Die deutsche Bundesbank fordert höhere Löhne, weil sie Deflation fürchtet. Und: Legalize! Findet nun auch das Editorial Board der NY Times. Schönen Wochenstart!

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Links der Woche – KW 29&30

Schön, so ein Sommerloch! Endlich Zeit für politische Fragen, die nicht an “die Politiker” delegiert werden können – unsere Sprache, zum Beispiel. Die Diskussionen zu geschlechtergerechten Texten veranlassen zur gewagten These: JournalistInnen können gut Politik-Kritik, aber keine Selbstreflexion (ein weiteres Indiz dafür lieferte kürzlich der Spiegel). Falsifikationen werden mit Spannung erwartet, hier irren wir uns gerne.

In den Links ist neben Gender und Sprache auch was zum Nahen Osten und Sprache dabei. Und neues aus der Politik-Politik: Über den Linksheits-Grad von Matteo Renzi ist sich das Internet uneinig, und schon wieder hat eine erfolgreiche Direktwahl eines Parteivorsitzenden stattgefunden – die Spanischen SozialistInnen haben einen neuen Chef. Möge es nützen. Schönen Sonntag!

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Ihresgleichen geschieht: Mehr Binnen-I wagen?

Leonhard Dobusch

Ohne Binnen-I, dafür mit Sternchen, Unter-und Schrägstrich - eigentlich ziemlich ästhetisch, dieses Falter-Logo :-)

Ohne Binnen-I, dafür mit Sternchen, Unter- und Schrägstrich – eigentlich ziemlich ästhetisch, dieses Falter-Logo :-)

Ich bin langjähriger Falter-Leser. Mehrere Jahre lang ließ ich mir den Falter sogar um horrende Summen im Rahmen eines Auslandsabos nach Berlin schicken. Und auch heute lese ich den Falter immer noch sehr gerne, besonders Armin Thurnhers Formulierungsfreude in seinen “Seinesgleichen geschieht”-Leitartikeln erfreut mich jedesmal aufs Neue. So auch diese Woche, in der Thurnher über den “Kampf um die Sprache” schreibt und kritisiert, dass ich seinen “Kollege[n] Florian Klenk als ‘sprachkonservativ’ ein[ordne], bloß weil der einen Artikel des Schriftstellers Daniel Scholten aus dem Merkur zitiert hatte.”

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Links der Woche – KW 28

Guten Morgen, Sonnenschein! Wir haben wieder ein paar Links für euch: Paul Krugman schreibt, warum auch Geldpolitik mit Klassenkampf zu tun hat, am Arbeit und Wirtschaft Blog wird erklärt, warum es das schnelle Geld nicht gibt, und: Kennt ihr eigentlich Ruth Wodak? Die österreichische Linguistin und Diskursforscherin wurde im Standard portraitiert. Viel Spaß beim Lesen! Weiterlesen →

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Kuriose Koalitionen: Krone, Klenk und andere Sprachkonservative

Leonhard Dobusch

Wenn Briefe an die Kronen Zeitung den politischen Diskurs bestimmen, dann ist das in den seltensten Fällen erfreulich. So ist das auch bei der aktuellen Diskussion rund um einen offenen Brief, der behauptet eine “von oben her verordnete konsequente getrenntgeschlechtliche Formulierung zerstört die gewachsene Struktur der deutschen Sprache bis hin zur Unlesbarkeit und Unverständlichkeit.” In der Printausgabe der Krone wurde der offene Brief mit einer Karikatur bebildert, die wirklich aussagekräftig die Seriösität des Anliegens illustriert:

krone-karrikatur

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