Archiv | Links der Woche

Links der Woche KW 27

Die letzte Woche war turbulent – dementsprechend viel zu lesen gibt es im Internet. Viel zu Griechenland: wie es sich als Griechenland-Gläubigerin lebt, eine Innenansicht von Syriza und Meinungen von Piketty und Habermas. Auch zum Patt in der Flüchtlingspolitik: Zahlen zu den österreichischen Gemeinden und Meinungen zur Bestattung ertrunkener Flüchtlinge vor dem Kanzleramt in Berlin.

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Links der Woche – KW 26

Diese Woche in den Links der Woche: Kommentare von MEP Joe Weidenholzer zur Krise der SPÖ und Franz Schandl zum Thema ‚Tabubruch Rot-Blau‘,  der Arbeitssoziologe und Befürworter von Arbeitszeitverkürzung Jörg Flecker im Interview, eine neue Linkspartei in Slowenien, das neue französische Geheimdienstgesetz und der Weg eines ertrunkenen Flüchtlings durch die Institutionen eines der italienischen Dörfer, das mit den Hunderten von Toten konfrontiert ist.

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Links der Woche – KW 25

Diese Woche in den Links der Woche: Weil die Produktion zurückgeht, wirkt sich die anhaltende Krise bislang positiv auf den Umweltschutz aus – zumindest entsprechend den gegenwärtig dominanten Modellen und Annahmen. Dabei drängt die Energiewende, und wird vom fallenden Preis für fossile Energieträger zusätzlich bedroht: das Jahoda-Bauer-Institut hat dazu etwas Kluges und Lesenswertes geschrieben. Über von Hayek, Liberalismus und die dafür nicht unbedingt notwendige Demokratie geht es auf Opendemocracy, über die chinesische ArbeitnehmerInnenbewegung im Dissent Magazine, und Barbara Coudenhove-Kalergi attestiert der SPÖ im Standard die Aufgabe des Grundwerts des Internationalismus.

Österreich

Sogar orf.at übt sich mittlerweile offensiv im Faktenchecken und hat gemeinsam mit dem Innenministerium, der Polizei, UNHCR und der Caritas drei der meistbenutzten Memes zum Thema Asyl auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

Martin Blumenau liefert einen zweiten Teil seiner Analyse von rot-blau im Burgenland.

Die burgenländische Sozialdemokratie hat den Grundwert des Internationalismus aufgegeben, schreibt Barbara Coudenhove-Kalergi im Standard. „Was die burgenländischen Sozialdemokraten mit ihrem vielzitierten Tabubruch aufgegeben haben, ist nicht nur der Respekt vor einem Parteitagsbeschluss. Sie haben einen ihrer Grundwerte preisgegeben. Dieser heißt Internationalismus. Die historische Linke hat – wie übrigens auch das Christentum – stets klargemacht, dass sie grundsätzlich für alle Menschen da ist. Die Nationalisten dagegen sagten und sagen von jeher: nur für unsere Leute. Wenn dieser Unterschied verschwindet, kommt alles ins Rutschen. Nationale Sozialisten sind keine Sozialisten und auch keine Sozialdemokraten. Und „Deutsche Christen“ (eine Nazi-Erfindung) sind keine Christen.“

Es kommt nicht oft vor, dass wir auf Christian Ortner’s Geschreibsel verweisen. In der Presse schreibt er: „SPÖ wie ÖVP sind bei näherer Betrachtung ja keine Parteien mehr, sondern bloße Interessenvertretungen – nicht zuletzt der Interessen ihrer jeweiligen Führungsschicht und all jener Funktionäre in der zweiten und dritten Ebene, deren bürgerliche Existenz in vielen Fällen vom politischen Überleben der jeweiligen Führungskader abhängt.“

Die Gefahr des billigen Öls. Wie der fallende Preis für fossile Energieträger die wichtige Energiewende in Österreich gefährden kann. Das Jahoda-Bauer_Institut über die Gefahren für die Energiewende.

Novomatic kauft sich entgegen anderslautender Pläne ins Lotterien-Geschäft ein – der Standard berichtet.

Minderjährige Flüchtlinge nehmen in ganz Europa zu – für die staatliche Betreuung stellen sie eine besondere Herausforderung dar: Katharina Glawischnig und Marion Hackl beschreiben für den Mosaik-Blog die Lage.

Geschlechterrollen

Anatol Stefanowitsch, Keynote-Speaker des diesjährigen Momentum-Kongresses im Herbst in Hallstatt, berichtet am Sprachlog über eine spannende neue Studie zu geschlechtergerechter Sprache und Lebensentscheidungen:

Tuğçe Albayrak ist anderen Menschen zu Hilfe geeilt und hat dafür mit ihrem Leben bezahlt. Nun wird dennoch vor allem darüber gesprochen, wie sie sich anders verhalten hätte können: In dem Prozess zu ihrem Tod vor einem deutschen Gericht offenbart sich, wie viel Machismo in den Köpfen unserer Gesellschaft immer noch vorhanden ist – am 10 vor 8 Blog der FAZ.

Und wieder wehren sich WissenschaftlerInnen mit einer extrem coolen Hashtagkampagne gegen paternalistischen Sexismus: ein Professor hatte sich beklagt, dass gemischt-geschlechtliche Arbeit immer zu Liebe (bei Männern und Frauen) oder Tränen (nur bei Frauen) führe.

Ideologie und Geschichte

‚Hating the Underdog‘ – Medienstrategien zur Marginalisierung von Protestbewegungen und anderen kritischen Gruppen in Form eines Listicles gibt es auf Cracked.

Über von Hayek, Liberalismus und die dafür nicht unbedingt notwendige Demokratie geht es in diesem Artikel auf Opendemocracy.

Über die zweifelhafte Rolle von PsychologInnen bei der Überprüfung der für Arbeitslosenleistungen erforderlichen Arbeitswilligkeit im Vereinigten Königreich schreibt ‚The conversation‘.

Ausland

Zwar wird in jedem Gremium der Europäischen Union über die ankommenden Flüchtlinge und noch zu erwartenden Flüchtlinge gesprochen, mit Entscheidungen – gar mit guten – darf aber nach derzeitigem Stand nicht gerechnet werden. Kaum ein Land ist bereit, sich in dieser Frage signifikant zu bewegen, die Notwendigkeit zur Einstimmigkeit tut den Rest. Das Zentrum für politische Schönheit ist bereits in der Vergangenheit mit Aktionismus aufgefallen, der den Nagel auf den Kopf trifft und dabei auch zu drastischeren Methoden greift: als das offizielle Deutschland den Jahrestag des Mauerfalls feierte, stellten die Menschen hinter dem Zentrum für politische Schönheit Kreuze für die Toten im Mittelmeer auf; ein Waffendeal mit Saudi-Arabien wurde dank der KünstlerInnen von einer Randmeldung zum Thema in aller Munde, bei dem sie nebenbei auch den Standard gegenwärtig zulässiger Heuchelei in Frage stellten. Derzeit arrangieren die Menschen hinter dem Zentrum für politische Schönheit die Bestattung einiger im Mittelmeer ertrunkener Menschen im Kreise von deren Familien in Deutschland, zu denen sie unterwegs waren. Deutschland hat es in der Hand, in der Flüchtlingspolitik etwas zu ändern, so ihr Argument. „Deutschland ist die Schaltzentrale der EU-Abschottungspolitik.“ Die taz berichtet.

ArbeitnehmerInnen sind in China nach wie vor keine politische Macht, mit der zu rechnen ist, obwohl die Mobilisierung im Steigen begriffen ist: William Hurst beschreibt im Dissent Magazine das aktuelle Geschehen und erklärt die Hintergründe.

Yanis Varoufakis im Interview im Tagesspiegel zu den de facto derzeitigen Möglichkeiten des griechischen Staates bei der Steuereintreibung: „Die großen Steuersünder, wenn wir die vor Gericht zerren, dann dauert es bis zum Prozess bis 2023. Bis dahin nehmen wir keinen Penny ein. Wir haben ja nicht mehr wirkliche Steuerbüros, weil die Löhne dort so brutal gekürzt wurden, dass die Leute sich andere Jobs gesucht haben. Ich habe mich als Finanzminister erkundigt: Wie viele Steuerprüfer habe ich zur Verfügung? Wissen Sie, was die Antwort war? Einhundert für ganz Griechenland. Einhundert.“

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Links der Woche – KW 24

Die rot-blaue Koalition im Burgenland war für viele keine Überraschung: einer von ihnen – Martin Blumenau – hat recht unaufgeregt dazu Stellung genommen. Ein Arzt berichtet aus der Praxis seines derzeitigen Arbeitsalltags in Griechenland über die unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen: wer kein Geld hat, hat dort mittlerweile eine klar verringerte Überlebenswahrscheinlichkeit.

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Links der Woche – KW 23

Was außer einer katastrophalen Wahl sonst noch passiert ist.

In Großbritannien hat nebulöses Empire-Denken Historiker_innen dazu bewegt, unbewältigte Gefühle der nationalen Einzigartigkeit in politischen Aktivismus zu gießen. Unter dem Hashtag #HistoriansForBritain argumentiert deren Speerspitze David Abulafia für Neuverhandlungen von Großbritanniens EU-Mitgliedschaft: „After all, until the second half of the 20th century, Britain still ruled over vast tracts of the globe very far from Europe.“

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Links der Woche – KW 22

Wer die Nachrichten zu den Verhandlungen mit Griechenland verfolgt, liest viel von Anstrengungen, die Griechenland noch leisten muss, Arbeit, die es noch verrichten muss, und Schwung und Elan, den Griechenland  nicht habe/verloren habe/nicht gewillt sei zu zeigen, damit man wieder in die Gänge komme. So kann schnell der falsche Eindruck entstehen, Tsipras und Varoufakis bläsen auf einer Klassenfahrt in der letzten Reihe Kondome auf, während Angela Merkel und Schäuble die Rechenaufgaben vorne im Bus ganz alleine machen. Wahr ist vielmehr, dass wir uns inmitten eines handfesten Richtungsstreit befinden, den die Medien noch dadurch bedienen, indem sie konträre politische Überzeugungen salopp als Unwillen oder gar Faulheit interpretieren. Der deutsche Medienjournalist Stefan Niggemeier diskutiert diese Art der Berichterstattung anhand eines kürzlich in der ‚Welt‘ erschienenen Artikels. Weiterlesen →

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Links der Woche – KW 21

Diese Woche im Internet: in ‚Die Krux mit der Moral‘ wird präzise auf den Punkt gebracht, welcher Logik Produkte wie ‚Lemonaid‘ entspringen, die gleichzeitig super und sozial sein wollen. Im Standard ist ein interessantes Interview mit dem Russland – Historiker Orlando Figes erschienen, und auf netzpolitik.org gibt es die 10 wichtigsten Punkte zum neuen Staatsschutzgesetz.

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Links der Woche – KW 20

Diese Woche in den Links der Woche gibt Martin Risak im FM4-Interview kluge Tipps zu Arbeit und Arbeitslosigkeit und spricht über damit verbundene Klischees. Chantal Mouffe sagt im Standard-Interview das, wofür auch die Sektion 8 eintritt: Wenn die Angebote von Links und jene von Rechts im politischen Spektrum zu Einem verschmelzen, gibt es zwei mögliche Entwicklungen: Desinteresse oder Rechtspopulismus.

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Links der Woche – KW 19

Diese Woche in den Links der Woche: Zu den Feierlichkeiten des 1. Mai in Istanbul eine Reportage vor Ort, ein Interview mit Stephan Schulmeister zur Rolle von Finanzmärkten und der Europäischen Wirtschaftskrise, und die Abrechnung eines deutsch-griechischen Journalisten mit den deutschen Medien und ihrer Stimmungsmache gegen Griechenland.

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Links der Woche – KW 18

Diese Woche in den Links der Woche: Labour kandidiert mit dem stärksten Programm seit 1992, gerade die schottische Bevölkerung ist aber über weite Teile zu verärgert mit dem politischen Personal der Partei, um sie noch einmal zu wählen. Und langsam werden auch die Langzeitfolgen der amerikanischen Invasion im Irak sichtbar: die chemischen Waffen, die im irakischen Falluja eingesetzt wurden, haben zu höheren Raten bei Folgeerkrankungen wie Krebs und Leukämie geführt als in Japan nach Hiroshima und Nagasaki gemessen wurden. Weiterlesen →

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