Das Bild zu den Offshore-Leaks

Leonhard Dobusch

Endlich sind Steueroasen Thema. Dank eines umfassenden Leaks von Daten über Geflechte von Briefkastenfirmen in Offshore-Steueroasen bekommen diese schön langsam jene Aufmerksamkeit, die ihnen angesichts ihrer keineswegs geringen Bedeutung schon längst zukommen sollte. So berichtet beispielsweise die Süddeutsche Zeitung ausführlich und bemüht sich auch, das trockene Thema graphisch ansprechend aufzubereiten.

Silke Ötsch von der Universität Innsbruck hatte bereits vor ziemlich genau einem Jahr in einem Beitrag für Momentum Quarterly über „Die Normalität der Ausnahme:  Finanzoasen als Parallelökonomie von Eliten und das Ausbleiben der Regulierung“ (PDF) geschrieben. Heute hat sie auf Facebook meiner Meinung nach das ultimative Bild zum Thema aufgetrieben: die Webseite der Offshore-Sparte der Deutschen Bank. Das Bild zeigt nämlich, wie ungeniert Deutschlands größte Bank Steuerflucht als Dienstleistung anpreist und sich als tragende Säule der Brücke zur Steueroase präsentiert.

Und weil wirklich zu erwarten ist, dass diese Seite so nicht mehr allzu lange online sein wird, soll diese Webseite hiermit in Form eines Screenshots dokumentiert werden:

Übrigens sind in Momentum Quarterly kürzlich noch zwei weitere Beiträge mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zum Thema Regulierungsoasen und Briefkastenfirmen erschienen:

  • Michaela Schmidt: Steueroasen und Regulierungsoasen – Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzmarkts und politische Implikationen (PDF)
  • Jan Fichtner: The Rise of Hedge Funds: A Story of Inequality (PDF)

 

 

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