Links der Woche 13/2019

Ein Streitgespräch unter Feministinnen, Datenschutz als Privileg der Reichen, Fox News und natürlich die Abschaffung der Anonymität im Netz – inklusive Shoutout an unseren treuen Blog-Leser Gernot Blümel!

„Kramp-Karrenbauer ist eindeutig feministischer als Merkel“

Alice Schwarzer ist Pionierin der deutschen Frauenbewegung, Margarete Stokowski eine der bekanntesten jungen feministischen Autorinnen. In einem Streitgespräch für den Tagesspiegel treffen sie zum ersten Mal aufeinander.

Hier zum Nachlesen

Trading privacy for survival is another tax on the poor

Ist Datenschutz ein Privileg der Reichen? In diesem Artikel von Ciara Byrne im Rahmen der Reihe „The Privacy Divide“ für Fast Company werden einige Umstände beschrieben, die in diese Richtung deuten: die strenge Überwachung (inklusive Datensammlung) von Sozialhilfeempfänger innen, die höhere Wahrscheinlichkeit für Arme von Internet-Betrugs-Firmen kontaktiert zu werden, bis zu den geringeren Ressourcen -zeitlich als auch finaziell- seine eigene Privatsphäre im Internet zu schützen.

Hier zum Artikel (auf Englisch)

„Fox News is a Cult“

Fox News spielt auch im Vergleich zu den heimischen Hetz- und Trashmedien in einer eigenen Liga. Doch Luke O’Neil im Intelligencer geht noch einen Schritt weiter. Er sagt „Fox News is a cult“, und sammelt erschütternde Geschichten von Menschen, deren Leben durch Fox News zerstört wurden:

Hier sein Artikel (auf Englisch)

Das „Gesetz für Sorgfalt und Verantwortung im Netz“

Besonders für unseren treuen Blog-Leser Gernot B. (siehe da) interessant: Die Regierung hat ein „Gesetz für Sorgfalt und Verantwortung im Netz“ in Begutachtung gegeben. Aber nicht nur der Titel klingt ein bisschen nach Orwellschem Neusprech: Ziel ist die Abschaffung von Anonymität im Netz. Regierungsintern wird die Vorlage als „Lex Standard“ bezeichnet, weil sie sich dank relativ spezifischer Vorgaben (Userzahl, Presseförderung) primär gegen das Onlineform von derstandard.at richtet. Plattformen wie unzensuriert.at sind ausgenommen. Kritik dagegen hagelt es von allen Seiten:
Zu lesen hier im Standard

Begründet wird das Gesetz mit dem Kampf gegen „Hass im Netz“. Die Journalistin Ingrid Brodnig, die sich seit Jahren mit dem Thema auseinandersetzt, warnt aber, dass dieser Ansatz am Ziel vorbeigeht, und hat einige Gründe zusammengetragen, warum auf diese Art kaum zu weniger Hass im Netz beigetragen werden kann:
Hier ihre Überlegungen in ihrem Blog

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