Eindrücke von den Open Access Days 2012

Christoph Derndorfer*

Die Open Access Days fanden Ende September 2012 zum ersten Mal in Österreich statt. Im folgenden eine kurze Zusammenfassung von Eindrücken und Dokumentationen: 

  • Das Programm, inklusive vieler der Foliensätze ist online verfügbar. Eine Sammlung der >500 Tweets mit dem #oat12 Hashtag sind ebenfalls online archiviert worden.
  • Der Großteil der Teilnehmer arbeiten an Bibliotheken, was deutlich gemacht hat, dass Bibliotheken wirklich wichtige Stakeholder im Open Access Bereich sind.
  • Im Vergleich zu den andernorts diskutierten Open Educational Resources, ist das gesamte Ökosystem im Open Access Bereich deutlich komplexer. Dadurch gibt es mMn auch mehr Hebel, die man in Bewegung setzen kann um entsprechende Änderungsprozesse in Gang zu setzen.
  • Die Keynote (Folien) von Björn Brembs (FU-Berlin und Universität Leipzig) hatte den Titel „Limited access is a symptom, not the disease“ und hat eine interessante und praxisnahe Perspektive auf den Status Quo im wissenschaftlichen Publikationsbereich geworfen.
  • Die Präsentation von Daniel Spichtinger (Europäische Kommission) zum Thema „OA-Aktivitäten der EU: Open Access in Horizon 2020 and the European Research Area“ (Folien) war auch spannend. Besonders interessant war für mich Seite 8 seiner Präsentation, wo er unter dem Titel „What are we proposing for OA in Horizon 2020 ?“ ein paar der Vorschläge für die angedachte Unterstützung von OA via Fördermaßnahmen aufgelistet hat.
  • Der Vortrag (Folien) von Christian Gumpenberger (ubifo und Universität Wien) war insofern informativ, weil er einen guten Überblick über den aktuellen Status Quo von OA in Österreich und entsprechende Aktivitäten gegeben hat. Hierbei ist meiner Meinung nach vor allem die Gründung des „Open Access Netzwerk Österreich“ und die Etablierung eines „OA-Boards der Universität Wien“ im laufenden Quartal interessant und für die Zukunft beobachtenswert.

Kurz: Es tut sich in dem Bereich auf jeden Fall einiges. 🙂

* Christoph Derndorfer ist Informatikstudent, engagiert sich für die Initiative One Laptop per Child und in der Netzpolitik-Gruppe der Sektion 8.

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