Links der Woche 21/2020

Nice White Parents, unsolidarische Väter und die Solidarität als Anfang vom Ende des Kommunismus. Plus: Wie abhängig ist die EU von Rohstoffen aus instabilen Weltgegenden?

Nice White Parents

Es gibt tausende Studien über Schulen in Amerika: Warum schneiden Schulen mit einem hohen Anteil von People of color-Kindern so oft schlechter in Schulrankings ab? Ist es die finanzielle Ausstattung, der sozio-ökomomische Background der Kinder, schlechtere LehrerInnen? In dieser fünfteiligen Podcast-Reihe von Chana Joffe-Wolt in „This American Life“ (New York Times) wird eine Facette aufgezeigt, die sonst selten Beachtung findet: Sind vielleicht die „nice white parents“ das Problem? Was passiert, wenn im Elternverein Eltern aus privilegierten Schichten mit weniger privilegierten Eltern zusammentreffen? Und ist gut gemeint auch hier wieder einmal das Gegenteil von gut gemacht?
Ein hörenswerter Beitrag, auch im Hinblick auf das Thema „Bobo-Schulen vs. Brennpunkt-Schulen“.

Zum Podcast (auf Englisch)

Die Schönwetterväter

Seit 10 Jahren bewegt sich nichts in Sachen Väter-Karenz. 4,5% Kinderbetreuungs-Tage bei Männern stehen 95,5% Frauen gegenüber. Beate Hausbichler kommentiert im Standard den jüngsten Rechnungshofsbericht dazu, es ist zum aus der Haut fahren: „Ein Rechnungshofbericht hat Ende August festgestellt, dass Väter kaum Kinderbetreuungsgeld in Anspruch nehmen, und wenn, dann sind es vor allem beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld die Wochen im Hochsommer.“

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Die Kraft der Solidarität

Die Gründung einer Gewerkschaft als Anfang vom Ende des Kommunismus? Klingt auf den ersten Blick paradox. Der Historiker Timothy Snyder beschreibt im Standard jedoch genau dies: die Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc im polnischen Danzig war der zündende Funke für den späteren Zerfall des Ostblocks.

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EU sounds alarm on critical raw materials shortages

Die enorme räumliche Konzentration der Vorkommen von essentiellen Materialen für die Energiewende hat das Potential, zu großen politischen Verwerfungen zu führen. Michael Peel und Henry Sanderson schlüsseln in der Financial Times die Versorgungslage Europas mit wichtigen Rohstoffen auf, und fragt nach Wegen aus der Abhängigkeit von instabilen Regionen.

Zum Artikel (auf Englisch)

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