Links der Woche 20/2019

Letzte Woche hat uns der Angriff auf ein lesbisches Pärchen in der Londoner U-Bahn besonders schockiert. Die Woche meldete sich Chris, eine der beiden, zu Wort mit einer kritischen Frage: Wären wir genauso schockiert gewesen, wenn es sich dabei nicht um zwei weiße weibliche cis-gender Personen gehandelt hätten? Im Guardian-Artikel am Ende dieser Ausgabe der Links der Woche versuchen wir der Frage dahinter auf den Grund zu gehen. Auf dem Weg zum Ende unseres Beitrags denken wir außerdem laut über öffentlich-rechtliches Social Media, den Anträge in der SPÖ und Fortnite nach!

Öffentlich-rechtliches Facebook?

Der Kommentar „Facebook & Co. brauchen eine öffentlich-rechtliche Organisation“ von Hartmut Gieselmann im aktuellen c’t magazin ist jetzt auch frei im Netz: „In Zusammenarbeit mit Soziologen müsste an Stelle der Likes und Follower ein neues Bewertungssystem entstehen, das nicht auf Aufmerksamkeits- und Profitmaximierung ausgerichtet ist, sondern konstruktive Beiträge nach oben spült und Teilnehmer belohnt, die respektvoll mit ihrem Gegenüber umgehen.“
Hier zum Nachlesen!

Wer oder was ist „Fortnite“?

So muss sich Oma fühlen, wenn man ihr das Tablet erklärt, aber es gehört zum Allgemeinwissen: Was hat es eigentlich mit Fortnight auf sich? Ein super Falter Podcast mit Bildungs-Kolumnistin Melissa Erkurt, Fortnight Spieler Thomas und Computerspieleforscher Eugen Pfister.
Hier zum Nachhören!

Die SPÖ und ihre Aktivist*innen

Anträge bei Parteitagen sind ein klassisches Mittel in der SPÖ, um Vorschläge der Basis an die Führung heranzutragen. Auch die Sektion 8 bedient sich häufig (mal mehr, mal weniger erfolgreich) dieses Mittels.
Doch was passiert wirklich mit diesen Anträgen, und wovon ist der Erfolg abhängig?
Matthias Kaltenegger, Katharina Heugl und Wolfgang C Müller haben über 3000 Anträge bei SPÖ-Bundesparteitagen über 70 Jahre analysiert.
>>Hier<< eine Zusammenfassung von Laurenz Ennser-Jedenastik und >>hier<< das Paper im Volltext.

Wann schockiert Homo- und Transphobie?

Wer hat es nicht gesehen? Das Foto von zwei zerschundenen, blutigen Frauengesichtern, die dem Vernehmen nach dafür in der Ubahn geschlagen wurden, weil sie sich weigerten sich zur Belustigung von ein paar Halbwüchsigen zu küssen. Eine der beiden wendet sich nun in einem klugen Kommentar an die Öffentlichkeit. Der riesige Aufschrei hätte nur deswegen stattgefunden, weil sie zwei feminine, weiße, cis-Frauen sind. Doch dieselbe Aufmerksamkeit verdienen alle marginalisierten Gruppen, die um ihre Rechte und Sicherheit gebracht werden: „Learn the names and stories of Muhlaysia Booker, Dana Martin, Chanel Scurlock. Elevate those who have been advocating for the basic rights and safety of communities marginalised by our existing political, economic and social structures long before I got punched in the face.“
Hier zum Nachlesen!

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