Links der Woche – KW 3

Dieses Mal in den Links der Woche:
Trump kommt, Obama geht. Dazu ein paar spannende Beiträge. Außerdem gibt es Artikel zu Russland, der Türkei, Venezuela und Kolumbien. Als Sahnehäubchen obendrauf empfehlen wir zwei spannende Interviews, einerseits mit der Ökonomin Kari Polanyi Levitt, andererseits mit Falter-Chefredakteur Florian Klenk.

Viel Spaß beim Lesen!

Trump

 It’s the end of the world as we know it: Am 20.1.17 wurde Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. Hier sind zwei Beiträge dazu von Timothy Snyder, amerikanischer Historiker an der Yale University und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien:
20 Lessons from the 20th Century on How to Survive in Trump’s America, zu lesen auf Snyders Facebook-Seite.
What can European History Teach us About Trump’s America?, Vortrag von Timothy Snyder für die Undergraduate Students an der Yale University, zu sehen auf You Tube.

Mit Donald Trump übernimmt ein in jeder Hinsicht „ungewöhnlicher“ Präsident das Amt. Wie es den Republikanern gelang diese Wahl zu gewinnen, wurde schon vielfach analysiert. Eine interessante Perspektive bringt dieser Beitrag des Leiters der Rosa Luxemburg Stiftung in New York, Albert Scharenberg: Wie Marx das Phänomen Trump erklären würde. Zu lesen bei Deutschlandradio Kultur.

Obama

Das O.P.C. ist das Office of Presidential Correspondence im Weißen Haus. Jeanne Marie Laskas hat diese dreistellig besetzte und hauptsächlich mit Lesen beschäftigte Einheit beobachtet und beschreibt die Geschichte und Praxis, die sich im Laufe der Jahrzehnte im Umgang mit Post an den Präsidenten gebildet hat. Obama hat eine 10Letters-A-Day-Policy: nach welchem System seine MitarbeiterInnen entscheiden, was ihn erreichen soll; warum Menschen überhaupt solche Briefe schreiben und welche politischen Anstöße so schon geschehen sind, kann man im New York Times Magazine nachlesen, wenn man sich etwa 15 Minuten Zeit nimmt.

Barack Obama in einem Interview mit der New York Times über das Schreiben und welche Bücher im viel bedeuten – unglaublich gut und inspirierend.

Internationale Politik

Der Präsident Venezuelas ist angeblich korrupter als Baschar al-Assad und die Terror-Miliz ISIS. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos erhält dagegen den Friedensnobelpreis. Lesenswerte Anmerkungen zur Verzerrung der Wirklichkeiten in der Weltpolitik und ihrer medialen Berichterstattung sowie eine Warnung davor, Projekten wie „Südwind“, die sich mit internationaler Politik beschäftigen, die finanzielle Unterstützung zu entziehen, bietet der Kontrast Blog.

Eine interessante Nachbetrachtung zum Anschlag in Istanbul am 1. Jänner, der die allgemeine Stimmungslage gegenüber Säkularen und Progressiven in der heutigen Türkei miteinbezieht, gibt es in der Washington Post zu lesen.

Eine 8-teilige, aufwendig gemachte Dokumentation über die Geschichte der Romanovs bzw. Russland gibt es auf You Tube zu sehen. Sie erklärt Putins historisch basierten außenpolitischen Anspruch besser als so manche politische Analyse.

Interviews

Ein Interview mit der Ökonomin Kari Polanyi Levitt über ihre Kindheit im Roten Wien, Paralellen zwischen den 1930er Jahren und heute sowie Erinnerung an ihren Vater, den Wirtschaftshistoriker Karl Polanyi, gibt es im Standard.

Ein ausführliches Gespräch mit Florian Klenk über sein Verhältnis zu Boulevardmedien, die Frage, wie neutral ein Journalist gegenüber dem politischen Geschehen zu sein hat und über MasochistInnen in der Sektion 8. Gelesen bei Kopf um Krone

 

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