Links der Woche – KW 9

Diese Woche in den Links der Woche: Neue Erkenntnisse über die Geldgeber der Brexit-Kampagne, wie sich Arbeitslosigkeit am besten bekämpfen lässt und die ökologischen Folgen des Sandabbaus. Außerdem: Der Einfluss von Ayn Rand auf die Republikaner, die Anfänge des Silicon Valley und einiges mehr. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Internationale Politik

Wer finanzierte eigentlich die Brexitkampagne (mit) und wie wurden die neuen Medien für die Wahlkämpfe 2016 genützt? Wer vor einiger Zeit diesen Artikel darüber gelesen hat, wie big data gezielt für personalisierten Inhalt auf facebook im US Wahlkampf eingesetzt wurde, findet diese Woche Cambridge Analytica samt einem Brexit und Breitbart Finanzier im Guardian wieder. Tatsächlich scheint es sich bei dieser Brexit Finanzspritze, um eine nicht-deklarierte und daher illegale Spende zu handeln. In UK wird derzeit auch der Frage nachgegangen, wer eigentlich hinter der Brexit-Spende an die nord-irische unionistische pro-Brexit DUP steckt, die seit letzter Woche dem öffentlichen Druck nachgegeben und deklariert hat, fast eine halbe Million Pfund von einer Organisation mit Verbindungen zum Saudischen Geheimdienst zugesteckt bekommen zu haben, siehe hier. Diese zwielichtige Organisation hat sich diese Woche ebenfalls dazu bekannt, um jeden Preis die schottische Unabhängigkeit im nächsten Referendum verhindern zu wollen. Es wird interessant zu sehen, ob und wie sich der neue DUP Skandal auf die Wahl diese Woche in Nordirland auswirkt und in Bezug zu welchen Wahlkämpfen Cambridge Analytica und die Brexit-Trump Finanziers in den nächsten Jahren noch auftauchen werden.

Linke Parteien in Europa suchen jetzt nach Inspirationen in Portugals Linksregierung. Aber kann man eigentlich das „Geringonça“ in andere Sprachen und Zusammenhänge übersetzen? fragt dieser Artikel auf politico.

Rick Lyman schreibt in der New York Times über die nach der Wahl Trumps verstärkten Anti-NGO Kampagnen in Osteuropa, die sich vor allem gegen die Open Society Foundations von George Soros richten.

Die Zeit berichtet über die konservativ-liberale Publizistin Ayn Rand und der Einfluss ihrer Schriften auf die aktuelle Elite der Republican Party.

Wirtschaft und Verteilung

Thomas Piketty legt die Zunahme der Ungleichheit in der Welt offen. Seine Daten können online jetzt besser abgerufen werden, wie der Standard berichtet. 

In der zweiten Ausgabe seiner Kolumne für den Kontrast-Blog widmet sich Nikolaus Kowall der Frage, wie sich Arbeitslosigkeit am besten bekämpfen lässt.

Gemischtes

Vince Beiser schreibt im Guardian über die ökologischen Folgen des Sandabbaus für die global immer stärker expandierende Beton-und Asphaltproduktion.

Auf youtube ist ein Vortrag von Steve Blank über die „Secret History of Silicon Valley“ im Computer History Museum (Mountain View, CA.) verfügbar, der sehr gut die Entstehung der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) im ersten High-Tech Krieg – dem 2. Weltkrieg –  und die Anfänge des Silicon Valley erklärt.

Hier gibt es ein feines Portrait der aus linker Sicht immer sehr gut sortierten Buchhandlung, der des ÖGB neben dem NIG, zu lesen. Und das Zitat „Von den Stückzahlen her ist Das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty wohl unser Harry Potter“ sagt dazu ohnehin schon alles.  Generell ist der Blog „Books in Vienna“ überhaupt sehr empfehlenswert zum Prokastinieren (was mit dem Aufsuchen der dort beschriebenen Buchhandlungen bestens kombiniert werden kann).

Profil-Redakteur Clemens Neuhold unternimmt einen Selbstversuch mit dem kleinen Glücksspiel. Trotz des Glückspielverbots, das vor zwei Jahren durchgesetzt wurde, scheint es sich in Wien noch gut zocken zu lassen.

 

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