SPÖ-Landesparteitag 2016: 12 Stunden Inhalte

Von 09:00 bis 21:00 nahmen am Samstag am Landesparteitag der SPÖ Wien fast 1000 Delegierte an einer inhaltlichen Debatte teil. Bereits im Vorfeld war dem Parteitag viel öffentliche Aufmerksamkeit zuteil geworden, vor allem den unterschiedlichen Positionen zum Thema Asyl- und Fremdenrecht. Genau darum soll es bei Parteitagen gehen. Unser Fazit ist daher weitgehend positiv: Zweieinhalb Sachen fanden wir super, eine hat uns ein bisschen gewurmt.

Eva Maltschnig*

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Linke Köpfe: #1 Simone de Beauvoir

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Simone de Beauvoir:  Philosophin – Schriftstellerin – Feministin

von Lea Six*

Simone-de-BeauvoirSimone de Beauvoir wird am 9.Jänner 1908 in Paris in eine großbürgerliche Familie geboren. Ihre Familie verliert jedoch während des 1.Weltkriegs große Teile ihres Reichtums, was sich für Simone de Beauvoir als Glücksfall herausstellt, denn dies macht es notwendig, der Tochter eine berufliche Grundlage zu schaffen. Mit 17 beginnt sie das Studium der Mathematik und der Literatur; ab 1926 studiert sie schließlich Philosophie an der renommierten Sorbonne Universtität. Nach dem Studium beginnt de Beauvoir eine mäßg erfolreiche Karriere als Gymnasiallehrerin. 1943 wird sie aus dem Schuldienst entlassen; offizieller Grund: Verführung Minderjähriger. Mit ihrem unkonventionellen Lebensstil – insbesondere die Beziehung zu ihrem Lebenspartner Jean-Paul Sartre, die weder unter dem “heiligen Bund der Ehe”, noch in einem gemeinsamen Haushalt ausgelebt wurde und noch dazu auf keinem sexuellen Treuegelöbnis basierte – hatte sie für Aufsehen gesorgt. Von nun an arbeitet de Beauvoir als freie Schriftstellerin.

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6 + 1 Mythen zum Inserate-Antrag

Wie kann es sein, dass ein Journalist der Kronen Zeitung Senatsmitglied des Presserats ist, obwohl die Krone die Schiedsgerichtbarkeit des Presserats gar nicht anerkennt? Diese Frage klären wir in einem Extra-Mythos über die Organisation des Presserats. Und zur besseren Übersicht listen wir noch einmal alle sechs weiteren Mythen zum Inserate-Antrag.

Lea Six*

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Inserate-Antrag: Drei Gründe, warum wir gegen die Zuweisung sind

Die Antragsmappe samt Empfehlungen der Antragsprüfungskommission wurde mit Spannung erwartet. Der Inserate-Antrag wurde „zugewiesen“, zusammen mit der Ankündigung, „eine Arbeitsgruppe im Sinne der Antragsstellerinnen und Antragssteller“ einzurichten. Dies sind einerseits erfreuliche Nachrichten. Andererseits sehen wir dennoch keinen Grund, warum nicht der Landesparteitag als höchstes Gremium der Wiener SPÖ über unsere Anträge abstimmen sollte.

Eva Maltschnig und Lea Six
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Links der Woche – KW 14

Diese Woche in den Links der Woche: Zwei Interviews mit der Feministin Laurie Penny, die Freihandelsdebatte im amerikanischen Wahlkampf und ein Nachruf auf die kürzlich verstorbene Architektin Zaha Hadid. Außerdem: Sexismus und Feminismus in Russland, der Wählerwechsel von der SPD zur AfD und vieles mehr. Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

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„Oh Tiger, wie gut es ist, dass wir Panama gefunden haben, nicht wahr?“

Die „Panama-Papers“ bezeugen nicht nur, dass Vermögenden mehr Möglichkeiten offen stehen, ihr Geld „steuerschonend“ anzulegen. Sie bezeugen schlichtweg die immer stärker werdende weltweite Ungleichverteilung von Vermögen und machen diese greifbarer, als es offenbar alle bislang veröffentlichten Statistiken und Fachkommentare dazu vermochten. Das kurze Fenster der Weltöffentlichkeit muss nun für eine gerechtere Finanzpolitik genutzt werden!

Joyce Rombach*

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Links der Woche – KW 13

Diese Woche in den Links der Woche: Ein kritische Auseinandersetzung mit Van der Bellen, die Ökonomisierung von Gefühlen im Arbeitsleben sowie ein Nachruf auf Imre Kertész. Außerdem: Die Spaltung der russisch-orthodoxen Kirche im Zuge des Ukraine-Russland Konflikts, ein Bericht über die einzige weibliche Ökonomie-Nobelpreisträgerin und vieles mehr. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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Wieviel öffentliches Geld wird wirklich für Inserate ausgegeben?

Die Frage, wieviel öffentliches Geld nun wirklich für Inserate ausgegeben wird, ist ein vieldiskutiertes Thema, viele Zahlen schwirren herum. Um selbst zu sinnvollen Antworten zu gelangen, muss man einige Hindernisse überwinden. Wir haben uns die Mühe gemacht – und präsentieren die Ergebnisse über öffentliche Institutionen/Unternehmen in öffentlicher Hand mit dem größten Werbebudget sowie Bundeslängervergleiche und Werbeausgaben stadteigener Unternehmen Wiens. Besonders wichtig ist uns die Zusatzinfo, welcher Anteil der Inserate an Medien geht, die sich nicht an den Ehrenkodex des österreichischen Presserats halten. Und wir stellen Größenvergleiche an, was man mit diesem Geld eigentlich sonst so sinnvolles machen könnte. Denn: Mit konkreten Zahlen argumentiert es sich leichter!

Lea Six und Eva Maltschnig*

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Links der Woche – KW 12

Diese Woche in den Links der Woche: Journalistische Auseinandersetzungen mit dem Erfolg der AfD in Deutschland, die Auswirkungen von Arbeitszeitverkürzungen auf Beschäftigung und ein deprimierendes Porträit über Sachsen. Außerdem: Der Wahlkampf in den Vereinigten Staaten, unterbeleuchtete Aspekte des Prager Frühlings und vieles mehr. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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Auf in die Opposition! Die Schicksalswahlen 1966

Anfang März jährten sich die Nationalratswahlen 1966 zum fünfzigsten Mal. Es ist verwunderlich und irritierend, dass dies in den österreichischen Medien kaum Widerhall fand, stellten die Wahlen doch in vielerlei Hinsicht einen Einschnitt in der Geschichte der 2. Republik dar. Erstmals nach Gründung der Republik erreichte die ÖVP eine absolute Mehrheit. Die SPÖ musste den Gang in die Opposition antreten, die nach 1945 fest einzementierte große Koalition wurde beendet. Viele in der SPÖ reagierten mit Angst: Die Ausschaltung des Parlaments durch Engelbert Dollfuß 1933, die Februarkämpfe von 1934 und das Verbot der Sozialdemokratie waren noch in lebhafter Erinnerung.

Schuld an dem Debakel waren neben einem ungerechten Wahlrecht auch massive interne Probleme in der SPÖ. Die Partei unter Obmann Bruno Pittermann galt als verkrustet, zukunftsorientierte Lösungen wurden ihr kaum zugetraut. Der ehemalige Innenminister Franz Olah hatte nach einem enormen Skandal und seinem darauf erfolgten Ausschluss aus der SPÖ eine eigene Partei gegründet, die der SPÖ Stimmen wegnahm. Gleichzeitig stellte der Gang in die Opposition aber auch einen Aufbruch dar und gab den Anstoß für eine Erneuerung durch Bruno Kreisky.

Aber eines nach dem anderen.

Andreas Handler*
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