Archive | Wirtschaft

Die Sektion 8 und die Verteilungsfrage in der SPÖ

Ist die SPÖ bei der Steuerreform 2015 im Liegen umgefallen wie viele meinen? Das kommt darauf an, welche Maßstäbe man anlegt. Wer die Erbschafts- und Vermögenssteuer als Conditio sine qua non betrachtet, mag sich dieses Eindrucks nicht erwehren. Wer hingegen den Werdegang der SPÖ seit ihrer Regierungsübernahme 2007 beobachtet, wird eventuell einen anderen Blick auf den Sachverhalt bekommen. Die SPÖ hat die Verteilungsfrage innerhalb von acht Jahren ins Zentrum ihrer politischen Agenda gerückt, das sieht man an vielen Maßnahmen.

Eva Maltschnig

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Ein für alle Mal: Armin Wolf über Erbschaftssteuern als „doppelte Besteuerung“

Wenn über Erbschafts- und Vermögenssteuern diskutiert wird, dauert es nicht lange bis die vermeintliche Besteuerung von bereits versteuertem Geld angeprangert wird. Vielleicht schaffen es ja vier Tweets von Armin Wolf, dieses unendlich dumme Argument ein für alle Mal aus der Debatte zu verbannen. Continue Reading →

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70% der Banken im Euroland marod – Was tun?

Der kürzlich erschienene Global Finanicial Stability Report des IWF kommt zum Schluss, das 70% der Banken im Euroraum zu schwach sind, um in einem adäquaten Ausmaß Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben. Laut dem Leiter der Finanzmarktabteilung des IWFs José Vinals hätten die Banken scheinbar verlernt, Unternehmen zu finanzieren. (Wiener Zeitung, 8.10.2014)

Johannes Chalupa und Josef Falkinger*

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Methodenvielfalt als bunte Wolle – eine Replik

Ich habe die Pluralismus-Bewegung mit Sympathie aus dem Off beobachtet. Grundsätzlich finde ich die Forderung des Autors, nämlich die Diversifizierung der von Zugängen zur Wirtschaftsforschung, unterstützenswert. Ich habe mit dem Autoren korrespondiert, und er hat mich gebeten, meine Kommentare zur Entwicklung einer Debatte zu veröffentlichen.

Christof Brandtner*

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Zwingt das neue WU-Rektorat, Stellen für plurale Ökonomie zu schaffen!

Die Bestellung des oder der neuen Rektors/in an der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) bietet eine Chance, wieder für mehr Pluralismus in der Volkswirtschaftslehre zu sorgen.*

15. September 2008 am Konkursgericht in New York: Die US-Investmentbank Lehman Brothers ist zahlungsunfähig, beantragt Konkurs. Was sich mit dem Kollaps des US-Immobilienmarktes, den Problemen von Bear Sterns, Northern Rock und Island schon abgezeichnet hatte, wird Realität: Eine weltweite Finanzkrise erschüttert die Welt in ihren Grundfesten. Es dauert noch einige Monate, sogar Jahre, bis die Krise in Europa ihr volles Ausmaß erreicht und Südeuropa in eine Depression mit rund 25% Arbeitslosigkeit stürzt, ähnlich schlimm wie in den 1930er Jahren – und damals Auslöser für einen Weltkrieg.

Ganz Europa ist von der Wirtschaftskrise erfasst. Ganz Europa? Nein! Eine von unbeugsamen Ökonomen bevölkerte Wissenschaft namens Volkswirtschaftslehre hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten: Durch vollständiges und konsequentes Ignorieren. Die elegante Idylle der dynamisch stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodelle (DSGE), in denen Agenten mit rationalen Erwartungen ihren Nutzen intertemporal maximieren, soll nicht gestört werden. So kommt es, dass Studierende just in jenem Fach, dessen Anspruch es ist die Wirtschaft und ihre Krisen als Ganzes zu erklären, gar nichts von der Wirtschaftskrise hören. So, als hätte es sie nie gegeben. Wenn aber die Wirtschaft im Volkswirtschaftsstudium an österreichischen Universitäten nicht vorkommt, was lernt man dann in diesen drei bis sechs Jahren? Continue Reading →

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Wer läuft hier Amok? Über unseriöse Argumentationstaktiken

Leonhard Dobusch

Mit einer Sache hat Gernot Bauer in seinem aktuellen profil-Artikel zum vermeintlichen „Amoklauf“ der SPÖ gegen den Steuerstaat recht: der Tax Freedom Day ist ein propagandistisches und unseriöses Instrument von marktradikalen Libertären, das sich auch mit Einschränkungen nicht als Argument für sozialdemokratische Politik eignet. Im übrigen tut der Artikel aber das, was sein Autor SPÖ und ÖGB vorwirft: er bedient sich unseriöser Argumentationstaktiken. Continue Reading →

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Ist die Arbeitslosigkeit statistisch geschönt?

Die Regierung rühmt sich mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in der EU, viele entgegnen, dieselbe sei das Resultat statistischer Tricks. Arbeitslose würden in AMS-Kursen und in der Pension versteckt, die Teilzeit sei stark angestiegen und außerdem sei die relativ geringe Arbeitslosigkeit nur via Staatsschulden erkauft. Die FPÖ spricht überhaupt von Rekordarbeitslosigkeit. Diesen Argumenten gilt es auf den Zahn zu fühlen.

Dieser Beitrag von Niki Kowall erschien am Blog von Robert Misik: Ist die Arbeitslosigkeit statistisch geschönt?

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WDR5 Politikum: Warum die Krisenpolitik von Mythen bestimmt wird

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin der Kongress „Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit.“ statt. Inspiriert von dem Projekt Steuermythen.at leitete Leonhard Dobusch dort einen Workshop zum Thema „Mythen jagen. Argumente gegen die Legitimation von Ungleichheit.“ und wurde dazu wiederum für das Magazin „Politikum“ des WDR5 interviewt.

Einen Ausschnitt aus der am 28. Mai ausgestrahlten Sendung „Warum Krisenpolitk von Mythen bestimmt wird“ gibt es hier als MP3-Download (ca. 7 MB).

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Bruno Ciccaglione bei der Sektion 8: EU Freihandel

Am 18. April 2013 berichtete uns Bruno Ciccaglione, in Wien lebender Aktivist des „Seattle to Brussels Network“ (www.s2bnetwork.org), von der fortwährenden und unter dem Schlagwort „Global Europe“ seit 2006 (de facto Scheitern der so genannten „Doha-Runde“ der Welthandelsorganisation WTO) intensivierten EU-Strategie, mit wachstumsträchtigeren außer-europäischen Ländern Freihandelsabkommen abzuschließen, die europäischen Investoren Absatz- und Rohstoffmärkte sichern sollen. Bisher sind zwischen der seit dem Lissabonner Vertrag nunmehr dafür allein zuständigen Europäischen Kommission und solchen außereuropäischen Ländern nur einige wenige derartige Abkommen zustande gekommen (z.B. mit Südkorea, Zentralamerika, Kolumbien-Peru, Singapur). Verhandlungen mit Indien stocken, solche mit arabischen post-revolutionären Transformationsländern sind geplant (bzw. beginnen demnächst mit Marokko). Auf Grund eines Kompromisses gelten daneben die mehr als 1200 bisher abgeschlossenen bilateralen Freihandelsabkommen zwischen einzelnen EU-Ländern mit außereuropäischen Ländern weiter, bzw. sind neue solche Abkommen mit Zustimmung der Kommission erlaubt (zuletzt zwischen Österreich und Nigerien).

von Gabriele Matzner

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Deutscher Lackel, steig aus dem Ring!

Die Mittelmeerstaaten würden lieber kollabieren, als in einem von Deutschland beherrschten Europa zu leben. (Im Falter“ Nr. 14 / 2013 vom 03.04.2013 Seite: 6 (Ressort: Falter & Meinung) erschien folgender, sehr aufschlussreicher Kommentar von Falter-Redakteur Wolfgang Zwander, den wir mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Verlags hier wiedergeben dürfen. Der Text ist sonst online nicht verfügbar.)

Wolfgang Zwander

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