Links der Woche 18/2019

Diese Woche beschäftigen wir uns mit Kurz‘ Retterkomplex, einem neuerlichen Skandal der deutschen Bank, dem Wahldesaster der Sozialdemokratie und noch einigem mehr!

Roman: „GRM Brainfuck

Sie ist Schriftstellerin und Kunstfigur, für ihre Leser ist Sibylle Berg Kult. Die 56-jährige Wahlschweizerin ist medial omnipräsent, doch als Person schwer zu fassen. Ihr Blick auf Menschen und deren Leben ist in ihren Stücken oft düster. Auch in Bergs neuem Roman GRM – Brainfuck steht es nicht gut um die Welt: Die Reichen haben die Schlacht gegen die Armen fast gewonnen, es herrscht der totale Überwachungsstaat. Die meisten Romanfiguren sind verblendet“
Hier im Interview mit dem Freitag.

Mehrheit links der Mitte?

Sie war die Stellvertreterin von Jörg Haider in der FPÖ, bis sie das LIF, die erste eklärt liberale Partei Österreichs gründete. Nun sagt Heide Schmidt „Mir wäre eine Mehrheit links der Mitte lieber“. Die Augsburger Allgemeine hat ein Interview mit einer der wenigen Frauen, die für das Übergangs-Kanzleramt in Diskussion sind:
Hier zum Nachlesen.

Geldwäsche. Trump. Deutsche Bank

Vor dem Headquarter der Deutsche Bank fuhr erst Ende November des Vorjahres ein Großaufgebot aus Steuerfahndung, Polizei und Bundeskriminalamt vor. Der Grund: Geldwäscherazzia. Nun ist die Bank wieder in den Schlagzeilen. Führungskräfte sollen Geldwäscheverdachtsmeldungen im Bezug auf den prominentesten Kunden der Bank, Donald Trump, verhindert haben. In diesem Podcast werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem amerikanischen Präsidenten und der deutschen Investmentbank erklärt:
Hier zum Nachlesen.

Märtyrer Kurz.

Warum gelingt es Kurz so gut sich als Märtyrer und Retter zu inszenieren? Der Spieleforscher Eugen Pfister versucht eine Erklärung aus der Welt der Spiele und der Pop-Kultur
Hier zum Nachlesen!

Selbstzerstörung der SPD

Die Krise der deutschen Sozialdemokratie hat einen vorläufigen Tiefpunkt bei den EU-Wahlen erreicht… und ob die Talsohle damit durchschritten ist, wird sich erst noch zeigen. Worin dieser Absturz begründet sein könnte (Spoiler: Harz 4 und so) erörtert Thomas Fricke im Spiegel:
Hier zum Nachlesen!

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Links der Woche 17/2019

Für jeden auch nur halbwegs politisch interessierten Menschen war es in der zu Ende gehenden Woche unmöglich, sich mit etwas anderem zu befassen, als der Kurzschen Krise. Darum versuchen wir es gleich gar nicht, und widmen uns diesmal ausschließlich diesem Thema: GroßspenderInnen, die Politik kaufen wollen, strategische Überlegungen zur politischen Lage, und der Blick von Außen auf unser idyllisches Land.

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Links der Woche 16/2019

Nach einer 1.Mai-bedingten Pause sind die Links der Woche wieder zurück.

Wenn es nach der Bundesregierung ginge, wäre das Thema der Woche eindeutig die groß angekündigte Steuerreform. Leider wurde die Message Control ein bisschen durch antifaschistischen Protest von jung (SJ) und alt (Omas gegen Rechts) gestört. Und der unglaubliche Vorwurf, in der SPD könnte es noch Linke geben (Stichwort Kevin Kühnert) ist ein guter Anlass, Niko Kowalls umfangreiche Herleitung zur Frage „Was ist der Kern sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik?“ zu lesen. PLUS: Kulturtipp – Die Stadt der Frauen!

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Links der Woche 15/2019

Hinter uns liegt eine kurze, aber spannende Woche. Unsere Bedenken zur Reform des Status der SPÖ Wien sind auf Widerhall gestoßen, und die geplante Änderung konnte verhindert werden. Wie wir uns eine ordentliche Statutenreform vorstellen, könnt ihr an anderer Stelle nachlesen.

Doch die Woche ist noch nicht ganz vorbei. Heute geht es bei den spanischen Parlamentswahlen um einen der derzeit wenigen sozialdemokratischen Regierungschefs in Europa. Wir liefern euch die Hintergründe.

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Reform des Statuts der SPÖ Wien: Besser gar nicht, als so.

Eva Maltschnig
Dominik Roth
Oliver Zwickelsdorfer

Wenige Tage vor dem Landesparteitag am 27. April 2019 wird den Delegierten ein Vorschlag für eine Reform der Statuten der SPÖ Wien vorgelegt. Für eine Diskussion der Vorschläge bleibt wenig Zeit. Eine Einbindung breiter Teile der Partei war bei der Erstellung der Reformvorschläge nicht vorgesehen. Dabei braucht die SPÖ dringend eine Diskussion über die Öffnung und Demokratisierung ihrer Strukturen. Schritte in diese Richtung werden mit dieser Statutenreform allerdings kaum gesetzt.

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Links der Woche 14/2019

Ihr dachtet wir haben im Feiertagstrubel ganz auf die Links der Woche vergessen? Stimmt! Darum liefern wir mit etwas Verspätung euch nun ausnahmseweise am Montag die aktuellen Links der Woche. Diesmal beschäftigen wir uns mit dem Niedergang von Wikileaks, fragen uns wer der_die größte Kriegsverbrecher_in in ganz Westeros ist und wünschen uns eine Sozialdemokratie, welche den Rechten nicht hinterherdackelt.

„American Psycho“ und Trump

Bret Easton Ellis war mit seinen Büchern „American Psycho“ und „Unter Null“ ein gefeiertes enfant terrible der amerikanischen Gegenwartsliteratur der 1980er und 1990er. Sein neuer politischer Essay-Band offenbart ähnlich wie bei Michel Houllebecq eine starke Ablehnung der amerikanischen Linken und deren „Überreaktion“ gegenüber Trumps Präsidentschaft. Die Aussagen von Ellis im Interview mit dem New Yorker werfen erneut die Frage auf, wie viel Distanz Autoren wie Ellis und Houllebecq, die für ihre radikale Infragestellung von modernen Moralvorstellungen, gefeiert werden, tatsächlich zu den von ihren Figuren vertretenen problematischen Weltbildern haben: Hier zum Nachlesen!

Julian Assange ein Incel?

Nach Jahren des Exils in der ecuadorianischen Botschaft in London wurde Julian Assange diese Woche von der britischen Polizei verhaftet. Was weiter mit ihm geschehen wird, ist unklar – sowohl Schweden als auch die USA verlangen seine Auslieferung.
Was von der Person Assanges zu halten ist, ist auch vielen Linken unklar. Suzanne Moore meint im New Statesman, einst sei Wikileaks die Zukunft der Informationsfreiheit gewesen. Doch dann wurde daraus etwas anderes – Julian Assange. Und sie sieht in seinen (zugeschriebenen) Charaktereigenschaften eine Nähe zur unsäglichen Incel-Bewegung.
Hier zum Nachlesen!

Game of Thrones schlimmste Kriegsverbrechen

Das Game of Thrones-Fieber hat uns (fast) alle wieder erfasst. Doch die Serie ist nicht unumstritten, nicht nur wegen der expliziten Darstellung (sexualisierter) Gewalt. Freiwillige des Australischen Roten Kreuzes haben jetzt die Chance genutzt darauf hinzuweisen, dass brutaler Krieg ganz ohne Regeln, wie er in Westeros üblich ist, nicht unseren heutigen zivilisatorischen Ansprüchen genügt. Und sie haben analysiert, wer der schlimmste Kriegsverbrecher der Serie ist – nicht ganz ernst gemeint, natürlich. Hier zum Nachlesen!

(Spoiler: „Gute“ und „Böse“ liegen hier dicht beieinander. Ganz wie man es von GoT gewöhnt ist.)

Sozialdemokratie in der Krise

Sozialdemokratischen Parteien werden nicht wieder erfolgreich, indem sie den Rechten hinterher dackeln, sondern wenn sie sich stark für offe­ne Gesell­schaf­ten und Gleich­be­rech­ti­gung ein­set­zen. Der Haupt­grund dafür liegt dar­in, dass die gebil­de­te Mit­tel­schicht sich nur dann dafür ent­schei­det, eine sozi­al­de­mo­kra­ti­sche und bspw. nicht eine links-libe­ra­le oder grü­ne Par­tei zu wäh­len, wenn sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei­en auch die­ses Ange­bot machen: Hier zum Nachlesen!

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Links der Woche 11/2019

Die Freiheit der Wissenschaft ist in Gefahr, nicht zuletzt durch Populismus und Fake-News. Doch am Beispiel Wikipedia zeigt sich, dass Freiheit und Anonymität nicht gleichbedeutend mit Gleichheit sind: Männercliquen vertreiben hier systematisch Autorinnen.

Außerdem: Wie halten wir’s mit dem Dirndl und wie steht’s mit dem Stolz ArbeiterIn zu sein? Plus: Roboter!

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Bezirkskonferenz 2019 der SPÖ Alsergrund

Am 11. März 2019 fand, wie jedes Jahr, die Bezirkskonferenz der SPÖ Alsergrund statt. Besonders wichtig für die Arbeit der Sektion Acht ist hier die Diskussion inhaltlicher Anträge, dazu unten mehr. Bedeutung über den Alsergrund hinaus hat die heurige Konferenz durch einen Wechsel an der Spitze der Bezirkspartei erlangt: Unser langjähriger Bezirksparteivorsitzender Sigi Lindenmayr hat sich in dieser Funktion in den verdienten Ruhestand begeben. Sein Nachfolger Peter Hacker ist weit über den Bezirk nicht nur als umtriebiger Sozialstadtrat bekannt, sondern auch aus einigen bemerkenswerten TV-Auftritten, in denen er Schwarz-Blau Paroli geboten hat. Und zu guter Letzt hat die Bezirkskonferenz auch ein klares Bekenntnis dazu abgelegt, dass undemokratische Vorstöße wie die sogenannte “Sicherungshaft” für SozialdemokratInnen niemals eine Option darstellen können.

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