Archive | Wirtschaft

Lafontaine analysiert Finanzkrise

In diesem Video rekapituliert und analysiert der ehemalige SPD- und nunmehrige Vorsitzende der deutschen Partei „Die Linke“, Oskar Lafontaine, wie es zur Finanzmarkskrise gekommen ist und geht auf deren erwartbare Folgen ein. Abgesehen von der interessanten und guten Rede, ist sie auch ein Beispiel dafür, wie über das Internet parlamentarische Debatte wieder viel mehr Menschen erreichen können. Dieses Video wurde auf YouTube inzwischen mehr als 36.000 Mal angesehen. Die Linksfraktion im deutschen Bundestag hat nämlich einen eigen YouTube-Channel eingereichtet, der sich auch per RSS abonnieren lässt. Und einzelne Reden lassen sich in Blogs wie diesen einbinden und damit „viral“ weiterverbreiten. Quod erat demonstrandum.

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Infektionsherde für die österreichische Wirtschaft

Simon Sturn

Es scheint nahe liegend davon auszugehen, dass das Mutterland dieser Finanzkrise die USA auch jenes Land ist, welches am Meisten davon betroffen sein wird. Neuerdings mehren sich aber die Hinweise, dass es ein zweites Epizentrum geben wird: die sogenannten „emerging markets“ (siehe bspw. Krugman, Rodrik und Roubini). Diese zweite Erschütterung wird laut Stephen Jen von Morgan Stanley in Europa deutlich stärker zu spüren sein als in den USA. Continue Reading →

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Propheten der Immobilienblase

Simon Sturn

Wenige ÖkonomInnen haben in mehr oder weniger klaren Worten schon vor einigen Jahren vor den Gefahren der Immobilienblase gewarnt. Hier eine Auswahl:

Ebenfalls lesenswert:

  • Wynne Godley: 1999
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Anmerkungen zur Krise (2): Zu den Ursachen

Simon Sturn

Der Komplexität der Ereignisse entsprechend gibt es unterschiedlichste Erklärungen für diese Krise. In der medialen Berichterstattung dominiert eine Sichtweise, die auch von ATTAC Deutschland vertreten wird. Demnach sind undurchsichtige Anlageprodukte der Finanzdienstleister/innen, mangelnde politische Regulierung, kombiniert mit gierigen Banker/innen, hauptsächlich Schuld an der Misere: Continue Reading →

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Versagen und Primat der Politik

Leonhard Dobusch

Auch wenn derzeit weitestgehend Einigkeit darüber herrscht, dass die Finanzkrise ein klarer Fall von Marktversagen ist, so kommt die Politik bei alledem keineswegs ungeschoren davon. Auf jeden Satz der Anerkennung für „verantwortungsvolles Handeln“ folgt unweigerlich ein vorwurfsvolles „aber“ die staatlichen Aufsichtsbehörden, die staatliche Regulierung oder die auch die staatlichen Banken hätten versagt. Offensichtlich ist Markt- nicht ohne Staats- oder Politikversagen denkbar. Gleichzeitig liegen hier zwei unterschiedliche Typen von Politikversagen vor: Hinter der Kritik fehlender oder falscher Regulierung von Märkten verbirgt sich die Erkenntnis, dass Märkte für ihr Funktionieren auf das des Staates angewiesen sind. Die Kritik am Scheitern einiger öffentlicher Kreditinstitute – Stichwort: deutsche Landesbanken (vgl. Leitartikel in der Frankfurter Rundschau sowie Replik dazu auf den Nachdenkseiten)– aber ist das altbekannte Argument, der Staat und staatseigene Betriebe seien ineffiziente Akteure auf Märkten und zwar unabhängig von deren Regulierung. Mit diesem Argument werden auch seit mehreren Jahrzehnten immer neue Wellen von Privatisierungen gerechtfertigt. Continue Reading →

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„Keine ernsthafte Theorie“

Leonhard Dobusch

Das Interview mit „Yale-Wirtschaftswissenschaftler Robert Shiller, 62, über Ursachen und Folgen der Finanzkrise“ in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ offenbart eine ganze Menge über den Zustand der Volkswirtschaftslehre. Denn als in mathematische Modelle auf Basis von absurden Annahmen verliebte Disziplin verbreitet der ökonomische Mainstream derzeit vor allem eines: Ratlosigkeit. Continue Reading →

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