Elisabeth Klatzer von Attac Österreich zeigt in ihrem Standard-Kommentar auf, dass der Fiskalpakt undemokratisch ist und die negativen Folgen der Krise nicht eindämmen – sondern im Gegenteil – verstärken wird.
Weiters passend zum Thema:
Elisabeth Klatzer von Attac Österreich zeigt in ihrem Standard-Kommentar auf, dass der Fiskalpakt undemokratisch ist und die negativen Folgen der Krise nicht eindämmen – sondern im Gegenteil – verstärken wird.
Weiters passend zum Thema:
Das jüngst beschlossene Konsolidierungspaket ist immer noch gefährlich, es wird den politischen Machtverhältnissen aber gerecht.
Joe Thoman mit einem Gastkommentar auf diepresse.com
„Schuldenprobleme sind Verteilungsprobleme“ lautet der
Titel eines „Policy Briefs“ (PDF) von Leonhard Dobusch und Fedor Ruhose, erschienen im Kontext des Gesprächskreises „Junge Soziale Demokratie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Kernthese des Beitrags:
Einen Beitrag zur Stabilität der europäischen Währung und gleichzeitig zur Reduktion von Staatsschulden würde deshalb eine kombinierte Politik von Lohnsteigerungen – insbesondere für untere und mittlere Einkommen – und Steuererhöhungen – insbesondere für Vermögende und Spitzenverdiener – leisten. Das Schöne daran: Es wäre nicht nur wirtschaftlich vernünftig. Es wäre auch (verteilungs)gerecht.
Liebe autistische Medienwelt in Österreich! Die Rating Agentur Standard & Poors empfiehlt genau das Gegenteil von dem, was sämtliche Kommentator/innen öffentlich verkünden. „Unsere Schlussfolgerung ist, dass es eben nicht primär eine Krise der öffentlichen Budgets ist“ so S&P Chefanalyst Krämer. Wieso sagt ihr trotzdem alle, dass Österreich wegen mangelnder Sparbereitschaft sein Triple A verloren hat? Gib es nicht theoretisch sowas wie Grundregeln einer Recherche und journalistisches Ethos?
Der Kommentar erschien auf dem Blog von Robert Misik.
Kann es sein, dass die Rating-Agenturen in ihren Empfehlungen wesentlich vernünftiger sind als die europäische Spar- und Austeritätspolitik, die alles unternimmt um uns in den Abgrund zu führen? Diese Frage wirft Joschi Ackerl, Landesvorsitzender der SPÖ OÖ in einer interessanten Pressemeldung von heute auf: Standard&Poors-Bericht: Bundesregierung ignoriert offensichtlich Begründung für Downrating!
Über politische Ökonomie lässt sich trefflich streiten. Über den Irrsinn manch ökonomischer Analysen aber nicht mehr. Eine Serie.
Einer der zentralen Kritikpunkte am derzeit herrschenden Mainstream in der ökonomischen Disziplin ist jener der Realitätsverweigerung. Mit immer ausgefeilteren, stark formalisierten Modellen auf Basis nur in Nuancen variierter homo-oeconomicus-Annahmen hat sich die Ökonomie mehr und mehr von jeglichem Verständnis realer Zusammenhänge entfernt. (Für einen knappen Text über die Folgen dieser Entwicklung für Studium und Wirtschaftskrise: Ötsch und Kapeller 2010)
Noch unrealistischer als ihre Modelle ist aber bei manchen ÖkonomInnen die Selbsteinschätzung bzw. jene des Stands ihrer Disziplin. So schrieb der Freiburger Ökonom Rainer Eichenberger kürzlich einen Gastbeitrag in der Basler Zeitung mit dem Titel „Der modernen Ökonomik geht es besser denn je„. Nach der üblichen Denunzierung aller KritikerInnen der Mainstream-Ökonomie als „Nicht-Ökonomen, Anti-Ökonomen, Alt-Ökonomen“ nennt Eichenberger unter anderem folgende Gründe für seine Analyse:
Viele Beobachter können nicht zwischen der Krise der Wirtschaft und den Wirtschaftswissenschaften unterscheiden
Der politmediale Komplex feiert ohne jegliche Rücksicht auf den Inhalt alles ab, was der Form nach als „mehr Europa“ daherkommt. Oftmals werden es die gleichen AkteurInnen sein die in einem Jahr gegen jene Kürzungen anschreiben werden, die aus der jetzt gehypten europäischen Fiskalunion resultieren.
Der Artikel von Nikolaus Kowall erschient am Blog von Robert Misik.
Die Hysterie in der öffentlichen Diskussion rund um das Thema Schulden ist eine Blase. Genauso wie das Bild der vermeintlich kriminellen AsylwerberInnen von einem Randthema zu einer Wahlkämpfe beherrschenden Panikblase aufgebläht wird, werden die Schulden – auch von seriösen Medien – enthusiastisch skandalisiert. Es ist Zeit die Schuldenblase platzen zu lassen und den verbliebenen realen Problemkern seriös zu diskutieren.
Der Text kann auch als PDF heruntergeladen werden.
Die Schuldenbremse wird heiß diskutiert, auch innerhalb der Sozialdemokratie ist ihre Einführung keineswegs Konsens. Die wirtschafts- und sozialpolitische Gruppe der Sektion 8 hat die 10 wichtigsten Fragen zur Schuldenbremse diskutiert und in einem kleinen sachlich gehaltenen Informationspapier zusammengefasst. FAQ Schuldenbremse
Die Schuldenbremse bedeutet das Aus für die österreichische Konjunkturpolitik und gefährdet damit Wachstum und Wohlstand.
Dominik Bernhofers Kommentar zum Thema wurde im Standard abgedruckt: Schuldenbremse beschleunigt Rezession.
