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	<title>blog.sektionacht.at &#187; Verteilungspolitik</title>
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	<description>Blog der Sektion 8</description>
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		<title>Lassen Sie sich nicht blenden!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 15:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sektion 8]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer- & Budgetpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuermythen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ökonom/innen der Sektion 8 haben auf der Webseite www.steuermythen.at mehrere gängige Mythen zum Thema Steuerpolitik zu widerlegen versucht. Einen Artikel zu dem Projekt findet man auf der Webseite von Robert Misik.
Außerdem laden wir dazu ein, ein Fan von steuermythen.at auf Facebook zu werden.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ökonom/innen der Sektion 8 haben auf der Webseite <a href="http://www.steuermythen.at/">www.steuermythen.at</a> mehrere gängige Mythen zum Thema Steuerpolitik zu widerlegen versucht. Einen Artikel zu dem Projekt findet man auf der Webseite von <a href="http://www.misik.at/sonstige/steuermythen---lassen-sie-sich-nicht-blenden.php">Robert Misik</a>.</p>
<p>Außerdem laden wir dazu ein, ein Fan von steuermythen.at auf <a title="Steuermythen @ Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/wwwsteuermythenat/136902916328383" target="_blank">Facebook</a> zu werden.</p>
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		<title>Leseliste #3: &#8220;Capitalism Unleashed&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 08:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseliste]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Glyn]]></category>
		<category><![CDATA[Capitalism Unleashed]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Serie “Leseliste” werden hier in unregelmäßigen Abständen Bücher vorgestellt. Diesmal: Andrew Glyns &#8220;Capitalism Unleashed – Finance, Globalization, and Welfare&#8221;
Simon Sturn
Andrew Glyn’s „Capitalism Unleashed“ bietet eine kritische und informative Bestandsaufnahme der ökonomischen Entwicklungen in den letzten vier Dekaden mit Fokus auf die industrialisierten Staaten und einige Schwellenländer. Schwerpunktmäßig behandelt er die Themen Finanzialisierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Serie “Leseliste” werden hier in unregelmäßigen Abständen Bücher vorgestellt. Diesmal: Andrew Glyns &#8220;Capitalism Unleashed – Finance, Globalization, and Welfare&#8221;</strong></p>
<p><em>Simon Sturn</em></p>
<p>Andrew Glyn’s „Capitalism Unleashed“ bietet eine kritische und informative Bestandsaufnahme der ökonomischen Entwicklungen in den letzten vier Dekaden mit Fokus auf die industrialisierten Staaten und einige Schwellenländer. Schwerpunktmäßig behandelt er die Themen Finanzialisierung und Globalisierung, sowie deren Auswirkungen auf die personale und funktionale Einkommensverteilung und Sozialstruktur.</p>
<p>Zentral zur Erklärung der momentanen Verfasstheit des Kapitalismus ist für Glyn die „Neoklassische Konterrevolution“ in den 1970er und 80er Jahren, die den Fordismus ablöste. Glyn beschreibt die politische und ökonomische Stärke, welche die ArbeiterInnenklasse im Fordismus entwickeln konnte, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf Lohnentwicklung und Sozialgesetzgebung bei gleichzeitiger Vollbeschäftigung. Der Rückgang der Produktivität, steigende Ölpreise, weiter steigende Löhne, Profitklemme, eine „undisziplinierte“ ArbeiterInnenklasse, und eine geringere Nachfrage infolge der makoökonomischen Unsicherheiten brachten den Fordismus ab Mitte der 1970er Jahre an seine Grenzen. Politische Forderungen mancher Gewerkschaften und ArbeiterInnenparteien, welche die Besitzverhältnisse in Frage zu stellen drohten, machten für die KapitalbesitzerInnen eine grundlegende Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik unabdingbar.<span id="more-247"></span></p>
<p>Die erfolgreiche Umkehrung der wirtschaftspolitischen Zielsetzungen war gekennzeichnet durch restriktive Geld- und Fiskalpolitik, die mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit einherging, und Privatisierungen und Deregulierungen der Arbeitsmärkte, was die Verhandlungsmacht der ArbeiterInnen zusätzlich schwächte. Ausdruck dieser Machtverschiebung zuungunsten der ArbeiterInnen sind die seit drei Jahrzehnten stagnierenden realen Medianlöhne in den USA, und die seither ebenfalls schwache Lohnentwicklung in der (heutigen) EU und Japan. Einher gingen diese Prozesse mit dem politisch geförderten Aufstieg des Finanzsektors, der Shareholder Value-Orientierung des Managements und massiv steigenden Gehältern der CEO’s, wodurch Einkommensungleichheiten weiter zunahmen. Ausführlich warnt Glyn vor den Gefahren dieser Entwicklung: „[C]urrent macroeconomic stability is highly vulnerable to financial crisis.“ (S. 150)</p>
<p>Weitere Kapitel widmet Glyn den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, dem Aufstieg und der neuen Rolle Chinas in der Weltwirtschaft, FDI’s, dem US-Wechselkurs und dem US-Außenhandelsdefizit, der Stagnation in Japan, sowie der globalen Produktivitätsentwicklung und Kapitalakkumulation. Glyn interessieren insbesondere auch die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf ArbeiterInnen und Niedrigqualifizierte. Dabei diskutiert er auch den verbliebenen Handlungsspielraum der Wirtschafts- und Sozialpolitik zur Beeinflussung der Lohnentwicklung, personalen Einkommensverteilung und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass die Wohlfahrtssysteme im Zuge der Globalisierung nicht zu einem Modell des reduzierten Wohlfahrtsstaates konvergiert sind. Entsprechende Steuerungsmöglichkeiten der Politik sind demnach weiterhin vorhanden.</p>
<p>Die Ausführungen Gylns sind übersichtlich, knapp, präzise, und mit zahlreichen Quellen und Daten unterlegt. Andrew Glyn unterrichtete Ökonomie an der Oxford University. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählten Wirtschafspolitik, Politische Ökonomie und Arbeitslosigkeit.</p>
<p><em>Andrew Glyn: Capitalism Unleashed &#8211; Finance, Globalization and Welfare. Oxford University Press, 2005, 256 Seiten.<br />
<a title="Amazon - Capitalism Unleashed" href="http://www.amazon.de/Capitalism-Unleashed-Finance-Globalization-Welfare/dp/0199226792/" target="_blank">Bei Amazon</a></em></p>
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		<title>Anmerkungen zur Krise (2): Zu den Ursachen</title>
		<link>http://blog.sektionacht.at/2008/10/anmerkungen-zur-krise-2-zu-den-ursachen/</link>
		<comments>http://blog.sektionacht.at/2008/10/anmerkungen-zur-krise-2-zu-den-ursachen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 10:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzmarktkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienblase]]></category>
		<category><![CDATA[Palley]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon Sturn
Der Komplexität der Ereignisse entsprechend gibt es unterschiedlichste Erklärungen für diese Krise. In der medialen Berichterstattung dominiert eine Sichtweise, die auch von ATTAC Deutschland vertreten wird. Demnach sind undurchsichtige Anlageprodukte der Finanzdienstleister/innen, mangelnde politische Regulierung, kombiniert mit gierigen Banker/innen, hauptsächlich Schuld an der Misere:
Die aktuelle Krise ist keine Naturkatastrophe. Sie ist die direkte Folge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Simon Sturn</em></p>
<p>Der Komplexität der Ereignisse entsprechend gibt es unterschiedlichste Erklärungen für diese Krise. In der medialen Berichterstattung dominiert eine Sichtweise, die auch von ATTAC Deutschland vertreten wird. Demnach sind undurchsichtige Anlageprodukte der Finanzdienstleister/innen, mangelnde politische Regulierung, kombiniert mit gierigen Banker/innen, hauptsächlich Schuld an der Misere:<span id="more-93"></span></p>
<blockquote><p>Die aktuelle Krise ist keine Naturkatastrophe. Sie ist die direkte Folge der Gier und der Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager und vor allem der Tatenlosigkeit der Politik. Regierung und Parlament haben stillschweigend zugeschaut oder sogar tatkräftig daran mitgewirkt, wie Banken, Fonds und Versicherungen auf ihrer Jagd nach zweistelligen Eigenrenditen immer größere Risiken eingingen, Geschäftsfelder betraten, in denen sie nichts zu suchen hatten, und Finanzprodukte handelten, die vor allem eins waren: tickende Zeitbomben, die nun große Löcher ins Weltwirtschaftssystem reißen (<a title="Casino-Schliessen.de" href="http://www.casino-schliessen.de/forderungen/" target="_blank">casino-schliessen.de</a>).</p></blockquote>
<p>Oft wird auch die Person Alan Greenspan – der Vorsitzende der US-Zentralbank von 1987 bis 2006 – als wichtiger Mitverursacher der aktuellen Entwicklung betrachtet, allerdings aus unterschiedlichen Gründen: zum einen wird ihm &#8211; im Nachhinein versteht sich, bis vor kurzem wurde er noch allgemein als Held gefeiert (vgl. <a title="Manager Magazin" href="http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,208474,00.html" target="_blank">manager-magazin</a>) &#8211; vorgeworfen, dass er durch seine Niedrigzinspolitik nach der dot-com Blase nicht nur die Wirtschaft sonder auch die Immobilienblase stimuliert hat (vgl. <a href="http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,398801,00.html" target="_blank">manager-magazi</a>n). Diese Argumentation beinhaltet aber auch implizit die Aussage, dass im Konjunktureinbruch 2001 ein viel zu geringer Teil der Spekulationsblase auf den Aktien- und Immobilienmärkten „abgearbeitet“ wurde, und der damalige Abschwung ausgeprägter hätte sein sollen (<a title="NYT" href="http://www.nytimes.com/2005/05/27/opinion/27krugman.html" target="_blank">NYT</a>). Zum anderen wird Greenspans entschiedenes Eintreten für die Deregulierung des US-Finanzmarktes kritisiert (<a title="NYT" href="http://www.nytimes.com/2008/10/09/business/economy/09greenspan.html?_r=2&amp;oref=slogin&amp;oref=slogin" target="_blank">NYT</a>; <a title="Thomas Palley" href="http://www.thomaspalley.com/?p=27#more-27" target="_blank">Palley</a>). Zuweilen wird auch die politisch unterstützte, expansive Hypothekenvergabepolitik von Fannie Mae und Freddie Mac, und deren geringe Regulierung und Eigenkapitaldeckung als Mitursache der Krise genannt (<a title="Washington Post" href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/09/11/AR2008091102841.html" target="_blank">Washington Post</a>).</p>
<p>Neben den genannten Gründen, die alle eine wesentliche Rolle gespielt haben mögen (insbesondere in Kombination miteinander), findet eine zentrale Erklärung für diese Krise (noch) wenig Beachtung: der kreditfinanzierte Immobilienboom war auch Resultat der immer ungleicher werden Einkommensverteilung. In den Worten <a title="Robert Reich (Blog)" href="http://robertreich.blogspot.com/2008_07_01_archive.html" target="_blank">Robert Reichs</a>, US-Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton:</p>
<blockquote><p>The heart of the matter isn&#8217;t the collapse in housing prices or even the frenetic rise in oil and food prices. These are contributing to the mess but they are not creating it directly. The basic reality is this: For most Americans, earnings have not kept up with the cost of living. This is not a new phenomenon but it has finally caught up with the pocketbooks of average people. If you look at the earnings of non-government workers, especially the hourly workers who comprise 80 percent of the workforce, you&#8217;ll find they are barely higher than they were in the mid-1970s, adjusted for inflation. The income of a man in his 30s is now 12 percent below that of a man his age three decades ago. Per-person productivity has grown considerably since then, but most Americans have not reaped the benefits of those productivity gains. They&#8217;ve gone largely to the top. Inequality on this scale is bad for many reasons but it is also bad for the economy. The wealthy devote a smaller percentage of their earnings to buying things than the rest of us because, after all, they’re rich. They already have most of what they want. Instead of buying, the very wealthy are more likely to invest their earnings wherever around the world they can get the highest return.</p></blockquote>
<p>Motor des rekordverdächtigen globalen Wirtschaftswachstums in den letzen Jahren war die Ausweitung des US-Konsums und der chinesischen Produktion. Der globale Abschwung 2001 wurde durch die sich schnell stabilisierende US-Ökonomie rasch überwunden. Dies war Resultat einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik, sowie der starken Konsumnachfrage der US-Haushalte. Allerdings basierte diese Ausweitung des Konsums der us-amerikansichen Verbraucher/innen nicht auf gestiegenen Realeinkommen, sonder auf zunehmender Verschuldung (<a title="Weller" href="http://www.americanprogress.org/issues/2003/12/b13581.html" target="_blank">Weller</a>). Durch die steigenden Immobilienpreise war eine höhere Verschuldung kein Problem, da sich die Hypothekarkredite quasi von selbst finanzierten. Dieser Prozess ist nun gestoppt worden, und hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Balanciertes Wachstum bei starker Binnennachfrage ist auf Dauer nicht ohne einen entsprechenden Anstieg der realen Einkommen erreichbar.</p>
<blockquote><p>Die Ansammlung gigantischer Vermögen auf der Suche nach lukrativen Veranlagungsmöglichkeiten hat dazu geführt, dass die Finanzinstitute mehr Geld in den Händen hatten als durch lukrative Investitionsprojekte absorbiert wurde, weshalb schließlich auch unsolide Kredite vergeben wurden. Zum Beispiel Kredite an arme Leute, um Häuser zu kaufen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten konnten. Statt unleistbare Kredite wären für diese Leute staatliche Unterstützungsmaßnahmen oder sozialer Wohnbau nötig gewesen – finanziert aus Einkommens- und Vermögenssteuern. (Aus einer noch unveröffentlichten Stellungnahme zur Finanzkrise des <a title="BEIGEWUM" href="http://www.beigewum.at/TCgi/TCgi.cgi?target=home" target="_blank">BEIGEWUM</a>)</p></blockquote>
<p>In diesem Spiel hat Europa die unrühmliche Kehrseite der Medaille gespielt. Die Abhängigkeit der Weltkonjunktur von der US-Konsumnachfrage und deren Handelsbilanzdefizit ist auch Resultat der Exportorientierung (einhergehend mit niedrigen Löhnen) vieler Länder, wie sie besonders von Deutschland und auch Österreich betrieben wird (<a title="IMK" href="http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_22_2007.pdf" target="_blank">IMK</a>; <a title="Deutsche Bundesregierung" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2008/02/2008-02-08-deutschland-erneut-exportweltmeister.html" target="_blank">Deutsche Bundesregierung</a>; <a title="Raiffeisen" href="http://www.raiffeisen.at/eBusiness/rai_template1/1006637000974-1006622365713_224954207190436531_267680308665411432-408883986656186176-NA-1-NA.html" target="_blank">Raiffeisen</a>).</p>
<blockquote><p>The counter-part of these deficits was trade surpluses in the rest of the world, which provided the conduit for distributing sub-prime holdings globally. Moreover, these trade surpluses persisted because many countries actively pursue export-led growth, and they therefore blocked appreciation of their currencies against the dollar to maintain competitiveness in U.S. markets. (<a title="Palley" href="http://www.thomaspalley.com/?p=94#more-94" target="_blank">Palley</a>)</p></blockquote>
<p>Durch die schwache Entwicklung der Löhne und des binnenwirtschaftlichen Konsums in Europa, und speziell in Deutschland und Österreich, ist die hiesige Entwicklung von den externen Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb wird der wirtschaftliche Abschwung exportorientierte Länder besonders hart treffen (<a title="Der Spiegel" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,583989,00.html" target="_blank">Der Spiegel</a>).</p>
<p>Die Welt bräuchte einen neuen Wachstumsmotor. Die USA wird als solcher in den nächsten Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Hier wäre ein Einspringen des größten Wirtschaftsblocks der Welt, der EU, notwendig. Nur durch eine Ausweitung der Binnennachfrage   durch expansive Geld- und Fiskalpolitik, und einer stabilisierenden Lohnpolitik   kann die kommende Rezession schnell überwunden werden. Zu befürchten ist aber, zumindest in Bezug auf die Lohnpolitik, dass gegenteiliges passieren wird: Deutschland wie Österreich werden versuchen, ihre Verluste im Export durch weiteres Lohndumping auf Kosten ihrer europäischen Nachbarn wegzumachen. Spanien (aufgrund der eigenen Immobilienblase), Großbritannien (ebenso beschäftigt mit der eigenen Immobilienblase und äußerst abhängig vom niedergehenden Finanzsektor) und Italien (schon vor der Krise mit massiven ökonomischen Problemen beladen) werden dem nichts entgegenhalten können. Schließlich wird sich auch Frankreich dieser <em>Beggar-thy-neighbour-Politik</em> anschließen (müssen). Die Rezession wird durch das Wegbrechen der Binnennachfrage noch verschärft werden.</p>
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