<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.sektionacht.at &#187; Personalökonomie</title>
	<atom:link href="http://blog.sektionacht.at/tag/personalokonomie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.sektionacht.at</link>
	<description>Blog der Sektion 8</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 21:37:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Irre ÖkonomInnen (2): Matthias Kräkel</title>
		<link>http://blog.sektionacht.at/2010/03/irre-okonominnen-2-matthias-krakel/</link>
		<comments>http://blog.sektionacht.at/2010/03/irre-okonominnen-2-matthias-krakel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leonido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Irre ÖkonomInnen]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kräkel]]></category>
		<category><![CDATA[Personalökonomie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.sektionacht.at/?p=428</guid>
		<description><![CDATA[Über politische Ökonomie lässt sich trefflich streiten. Über den Irrsinn manch ökonomischer Analysen aber nicht mehr. Eine Serie. In einem Interview im Chancen-Teil der deutschen Wochenzeitung &#8220;Die Zeit&#8221; propagiert der Bonner Personalökonom Matthias Kräkel, dass es &#8220;die Besten&#8221; in Wirtschaft und Politik oft nicht bis an die Spitze schaffen, weil sie &#8220;sich im Vorstellungsgespräch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über politische Ökonomie lässt sich trefflich streiten. Über den  Irrsinn manch ökonomischer Analysen aber nicht mehr. Eine Serie.</strong></p>
<p>In einem Interview im Chancen-Teil der deutschen Wochenzeitung &#8220;<a title="Zeit.de" href="http://www.diezeit.de" target="_blank">Die Zeit</a>&#8221; propagiert der Bonner Personalökonom Matthias Kräkel, dass es &#8220;die Besten&#8221; in Wirtschaft und Politik oft nicht bis an die Spitze schaffen, weil sie &#8220;sich im Vorstellungsgespräch nicht so sehr an[strengen] wie ihre weniger begabten Konkurrenten&#8221;. Starke These. Nachfrage der Zeit-Interviewerin Sabine Hoffmann:</p>
<blockquote><p><strong>Zeit:</strong> Wo ist dieses Phönomen zu beobachten?<br />
<strong>Kräkel:</strong> Besonders gut in der Politik. Bewerben sich beispielsweise zwei Juristen um den Parteivorsitz, gewinnt wahrscheinlich derjenige mit dem schlechteren Zeugnis: Er hat keine Wahlmöglichkeit, würde in der freien Wirtschaft wahrscheinlich nur einen schlechter bezahlten Job finden &#8211; und strengt sich deshalb im Wahlkampf umso mehr an. Anders ist das beim Topjuristen: Er weiß, dass er in einer renommierten Anwaltskanzlei mehr verdient als in der Politik und ist deshalb weniger motiviert, sich für den Parteivorsitz ins Zeug zu legen.</p></blockquote>
<p>Aha. Abgesehen davon, ob bessere JuristInnen automatisch auch bessere Parteivorsitzende sind, stellt sich auch noch die Frage, warum solche &#8220;Topjuristen&#8221; überhaupt noch in die Politik gehen sollen, wenn sie sowieso in der Privatwirtschaft mehr verdienen würden? Fragen, die leider ungestellt bleiben. Stattdessen:</p>
<blockquote><p><strong>Zeit:</strong> Wie erklären Sie sich das?<br />
<strong>Kräkel:</strong> Meine These basiert auf der theoretischen Annahme, dass die Bewerber rein rational handeln: Sie wägen Nutzen und Kosten ab und versuchen, ihren Gesamtnutzen zu maximieren.</p></blockquote>
<p>So weit, so (neo)klassisch-ökonomisch. In einer derartigen Fantasiewelt mag das also so sein. Kein Grund, konkrete Handlungsableitungen aus diesem netten Gedankenexperiment abzuleiten, oder? So geht das Interview jedenfalls weiter:</p>
<blockquote><p><strong>Zeit:</strong> Was passiert, wenn das Mittelmaß regiert?<br />
<strong>Kräkel:</strong> Die Führungskräfte sind überfordert und treffen falsche Entscheidungen. Arbeitsplätze gehen verloren, Unternehmen investieren in die falschen Technologien.</p></blockquote>
<p>Das erklärt natürlich so einiges. Aber was können wir dagegen tun?</p>
<blockquote><p><strong>Zeit:</strong> Ihr Lösungsvorschlag?<br />
<strong>Kräkel:</strong> Eine leistungsgerechte Bezahlung, die abhängig ist von der Produktivität des Arbeitnehmers. Beispielsweise könnten Politiker anhand ihrer Umfrageergebnisse im Politbarometer entlohnt werden. Das wäre zwar radikal, macht aber Sinn.</p></blockquote>
<p>Mit diesem &#8220;radikalen&#8221; Lösungsvorschlag endet das Interview. Und nein, das Interview ist kein Fake. 1. April ist auch erst in knapp zwei Wochen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.sektionacht.at/2010/03/irre-okonominnen-2-matthias-krakel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

